30 Schulen auf den Kanaren noch mit Asbest belastet – Schwerpunkt auf Teneriffa in Ferien Schule (Schule)

30 Schulen auf den Kanaren noch mit Asbest belastet – Schwerpunkt auf Teneriffa

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

10 August, 2026

Die Kanarischen Inseln haben weiterhin 30 öffentliche Bildungseinrichtungen mit nachgewiesener Asbestbelastung. Obwohl sich die Zahl im Vergleich zu 2021, als etwa 60 Einrichtungen betroffen waren, fast halbiert hat, bleiben vor allem in der Provinz Santa Cruz de Tenerife zahlreiche Schulen und Institute mit diesem gesundheitlich bedenklichen Material. Die Region Teneriffa weist dabei die höchste Konzentration auf, während auf Fuerteventura und Lanzarote derzeit keine öffentlichen Schulen mit Asbest bekannt sind.

Die kanarische Bildungsbehörde hat bereits Maßnahmen für zwölf dieser Einrichtungen eingeleitet oder plant deren Umsetzung im Jahr 2026. Zu den betroffenen Schulen zählen unter anderem der CEIP El Río und der CEIP Granadilla auf Teneriffa sowie der CEIP Los Canarios und der CEIP Villa de Mazo auf La Palma. Auch mehrere Institute auf Gran Canaria, darunter das CEIP Aragón und das IES Santa María de Guía, sind in das Programm zur Entfernung des Asbests eingebunden. Im Jahr 2025 wurden bereits Arbeiten an weiteren Schulen durchgeführt, darunter das IES José María Pérez Pulido und das IES Primero de Mayo.

Für die verbleibenden 18 Einrichtungen, die noch keine Maßnahmen zur Asbestentfernung begonnen haben, stehen die Verfahren zur Entfernung aus. Die Entfernung von Asbest erfordert besondere Fachfirmen, die im sogenannten Registro de Empresas con Riesgo por Amianto (RERA) registriert sind. Diese Firmen müssen einen spezifischen Arbeitsplan erstellen, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. Das erhöht die Komplexität und die Kosten der Sanierung, die sich auf bis zu 250.000 Euro pro Schule belaufen können. Die kanarische Regierung investiert jährlich rund zwei Millionen Euro in die Entfernung von Asbest aus Schulen.

Ein weiteres Problem stellt die Entsorgung des Asbestmaterials dar. Im Jahr 2024 wurden etwa 4.200 Tonnen asbesthaltiger Abfälle von den Kanaren an die spanische Halbinsel transportiert, insbesondere nach Andalusien. Seit dem Frühjahr 2026 hat Andalusien jedoch die Annahme gefährlicher Abfälle aus anderen Regionen eingeschränkt. Dies zwingt die Kanarischen Inseln, alternative Entsorgungsmöglichkeiten zu suchen und führt zu Diskussionen über den Aufbau eigener Anlagen zur Asbestentsorgung.

Gesetzlich verpflichtet sind die Gemeinden gemäß dem Gesetz 7/2022 über Abfälle und kontaminierte Böden, Asbestvorkommen zu erfassen und Prioritäten für deren Entfernung zu setzen. Insbesondere sollen öffentliche Einrichtungen mit höherem Risiko bis spätestens 2028 saniert werden. Die kanarische Regierung verfolgt das Ziel, Asbest aus allen Bildungsstätten zu entfernen, wie der Bildungsminister Poli Suárez im Dezember 2025 im Parlament bekräftigte. Die Konzentration der noch ausstehenden Maßnahmen auf Teneriffa zeigt, dass die nächsten Jahre vor allem dort sanierungsintensiv sein werden.

Für Schüler, Lehrpersonal und Eltern bedeutet dies, dass die Behörden zwar keine unmittelbaren Gesundheitsrisiken in den betroffenen Schulen sehen, aber die laufenden und geplanten Sanierungen für eine langfristige Verbesserung der Sicherheit sorgen sollen. Die komplexen Verfahren und die Herausforderungen bei der Entsorgung machen die Umsetzung jedoch zeitaufwendig und kostenintensiv.

Die nächsten Schritte umfassen die Einleitung der Sanierungsverfahren bei den noch nicht bearbeiteten 18 Schulen und die Suche nach geeigneten Entsorgungsstandorten für das Asbestmaterial. Die Verwaltung hat für 2026 bereits konkrete Maßnahmen geplant, insbesondere auf Teneriffa, wo der Großteil der betroffenen Einrichtungen liegt. Eltern und Beschäftigte können mit einer schrittweisen Verbesserung der Schulgebäude rechnen, auch wenn der vollständige Rückbau des Asbests in den kommenden Jahren erfolgt.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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