4,1 Millionen Euro für nachhaltigen Tourismus auf den Kanaren in Umwelt (Oekologie Kanaren)

4,1 Millionen Euro für nachhaltigen Tourismus auf den Kanaren

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

20 Mai, 2026

Die kanarische Regierung investiert 4,1 Millionen Euro in ein neues Forschungsprojekt, das den Tourismus auf den Inseln nachhaltiger gestalten soll. Der Vertrag, der zwischen dem Tourismusministerium der Kanaren, dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC) und den beiden öffentlichen Universitäten des Archipels geschlossen wurde, zielt darauf ab, die wissenschaftliche Forschung in verschiedenen Bereichen wie Vulkanologie, Meeresmüll und die Gesundheit der Ozeane zu fördern.

Von den insgesamt 4,1 Millionen Euro kommen 3,2 Millionen Euro aus dem europäischen Wiederaufbau- und Resilienzmechanismus, während die Universitäten und der CSIC rund eine Million Euro in Form von Arbeitsstunden beisteuern. Insgesamt 63 Wissenschaftler, darunter 19 neue Mitarbeiter, arbeiten an verschiedenen Projekten, die bereits in einer fortgeschrittenen Phase sind. Die Initiative soll nicht nur die wissenschaftliche Forschung unterstützen, sondern auch zur Schaffung eines „blauen, regenerativen und nachhaltigen“ Tourismusmodells beitragen.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Identifizierung und Aufwertung von Vulkanlandschaften, die als touristische Attraktionen genutzt werden können. Das erste Projekt mit dem Titel „Islas Canarias: destino de volcanes“ wird in Zusammenarbeit mit dem Instituto Geológico y Minero de España (IGME-CSIC) und der Universität La Laguna (ULL) durchgeführt. Hierbei werden 50 geologische Stätten ausgewählt, die nicht nur wissenschaftlichen Wert haben, sondern auch visuell ansprechend sind. Ziel ist es, diese Stätten in sichere und zugängliche touristische Erlebnisse umzuwandeln, unterstützt durch digitale Technologien wie 360-Grad-Besichtigungen und virtuelle Realität.

Ein weiteres Projekt mit dem Titel „Promoviendo la salud oceánica de las Islas Canarias“ befasst sich mit dem Problem des Meeresmülls, insbesondere von Plastik und Mikroplastik, das an die Küsten der Kanaren gelangt. Hierbei wird untersucht, woher der Müll kommt und wie lange er unterwegs ist, bevor er die Inseln erreicht. Die gewonnenen Daten sollen dem Tourismussektor helfen, besser auf Umweltereignisse zu reagieren, die Küstenverwaltung zu verbessern und Notfallpläne zu entwickeln.

Zusätzlich wird im Rahmen des Projekts „Islas Canarias: naturaleza marina singular, salud y bienestar“ die Gesundheit von Mikroorganismen in vulkanischen Ökosystemen erforscht. Diese Organismen könnten potenziell gesundheitsfördernde Verbindungen produzieren. Die Forscher wollen neue touristische Erlebnisse schaffen, die sich mit Gesundheit und der einzigartigen Biodiversität der kanarischen Meere und Vulkane beschäftigen.

Insgesamt verspricht das Projekt nicht nur eine Verbesserung des Wissens über die Umwelt und die Natur der Kanaren, sondern auch eine Stärkung der touristischen Attraktivität der Region. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Nachhaltigkeit des Tourismus zu fördern und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung der Natur und der Wissenschaft zu schärfen.

Quelle: fuerteventuradigital.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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