Am kommenden Samstag stellen sich 693 Bewerber auf den Kanarischen Inseln den Aufnahmeprüfungen für die Guardia Civil. Diese Prüfung ist Teil einer landesweiten Rekrutierung, bei der insgesamt 3.240 Stellen in der spanischen Sicherheitsbehörde zu besetzen sind. Die Prüfungen finden in den Hauptstädten Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife statt. In Las Palmas treten 427 Kandidaten an, davon 293 Männer und 134 Frauen. In Santa Cruz nehmen 266 Bewerber teil, bestehend aus 189 Männern und 77 Frauen. Damit liegt der Anteil weiblicher Bewerber auf den Kanaren nahe am bundesweiten Durchschnitt von 33,44 Prozent.
In ganz Spanien haben sich 26.806 Personen für die neuen Stellen beworben. Die Bewerber auf den Kanaren zeichnen sich durch einen hohen Bildungsgrad aus: Von ihnen verfügen 9.194 über eine höhere Schul- oder Berufsausbildung, darunter 903 mit einem Masterabschluss und neun mit einem Doktortitel. Das durchschnittliche Alter der Kandidaten beträgt 27 Jahre. Zugelassen für die Prüfungen sind Personen zwischen 18 und 40 Jahren, die spanische Staatsbürger sind, keine Vorstrafen haben und mindestens einen mittleren Schulabschluss besitzen.
Der Auswahlprozess beginnt mit einem Multiple-Choice-Test, der Allgemeinwissen, Sprachkompetenzen, Rechtschreibung, Grammatik sowie psychotechnische Fähigkeiten abfragt. Wer diese Hürde nimmt, muss sich im Anschluss körperlichen Tests, einem persönlichen Gespräch und einer medizinischen Untersuchung stellen. Die erfolgreich Ausgewählten werden anschließend an einer der beiden Ausbildungsstätten – der Akademie der Unteroffiziere und Wächter in Baeza (Jaén) oder dem Colegio de Guardias Jóvenes Duque de Ahumada in Valdemoro (Madrid) – ein akademisches Jahr durchlaufen. Dieses schließt mit 40 Wochen praktischer Ausbildung in verschiedenen Einheiten der Guardia Civil ab.
Mit dem Abschluss der Ausbildung treten die neuen Beamten ihren Dienst an und stärken so die Polizeipräsenz und Sicherheit auf den Kanarischen Inseln. Die Rekrutierungskampagne unterstreicht die Bedeutung qualifizierter Nachwuchskräfte für den Erhalt der öffentlichen Ordnung in der Region. Für die Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies eine verstärkte und gut ausgebildete Polizeipräsenz. Die laufenden Prüfungen auf den Inseln sind ein zentraler Schritt in diesem Prozess und werden in den kommenden Wochen durch die Ausbildung ergänzt.
Quelle: tenerifeweekly.com
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