Im ersten Quartal 2026 verzeichneten die Kanaren einen Rückgang der Arbeitsunfälle um 9,81 %. Dies geschah in einem Umfeld, in dem die Zahl der Erwerbstätigen im Archipel zunahm. Laut der zuständigen Ministerin für Tourismus und Beschäftigung, Jéssica de León, wurden zwischen Januar und März insgesamt 5.488 Arbeitsunfälle mit Arbeitsunfähigkeit registriert, was 418 weniger ist als im Vorjahreszeitraum. Diese positive Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da die Beschäftigungszahlen gestiegen sind, was zu einem Rückgang des Unfallindex um nahezu 10 % führte. Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren ist diese Nachricht von besonderer Bedeutung, da sie zeigt, dass trotz eines wachsenden Arbeitsmarktes die Sicherheit am Arbeitsplatz nicht vernachlässigt wird.
Im Vergleich zum Jahr 2025 sank die allgemeine Arbeitsunfallrate um 7,1 %. Besonders signifikant war der Rückgang bei schweren Unfällen, die um 25 % und bei tödlichen Unfällen um 50 % zurückgingen. Diese Zahlen sind nicht nur statistische Erhebungen, sie spiegeln auch die Bemühungen der Behörden wider, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Provinzen zeigen ebenfalls positive Entwicklungen: In Las Palmas fiel der Unfallindex um 3,94 %, während Santa Cruz de Tenerife einen Rückgang von 16,81 % verzeichnete. Dies könnte darauf hindeuten, dass regionale Unterschiede in der Sicherheitskultur existieren, die weiter untersucht werden sollten.
Die Abnahme der Arbeitsunfälle erstreckt sich über alle Wirtschaftssektoren. Besonders hervorstechend ist der Rückgang in der Landwirtschaft und Fischerei mit 17,5 %. Diese Branchen sind für viele deutschsprachige Einwanderer auf den Kanaren von Bedeutung, da sie oft in der Gastronomie oder im Tourismus tätig sind, der eng mit diesen Sektoren verbunden ist. Auch die Industrie (-9,3 %), der Bau (-8,18 %) und die Dienstleistungen (-6,17 %) zeigen signifikante Rückgänge. Die häufigsten Unfallursachen sind nach wie vor Stürze, körperliche Überanstrengungen und der Kontakt mit scharfen Gegenständen. Es ist wichtig, dass Arbeitnehmer sich dieser Risiken bewusst sind und geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Ein weiterer erfreulicher Aspekt ist der Rückgang der „in itinere“-Unfälle, also Unfälle, die auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit nach Hause geschehen, mit 78 weniger gemeldeten Fällen. Diese Zahlen könnten darauf hindeuten, dass die Verkehrssicherheit auf den Kanaren ebenfalls verbessert wird, was für die Bevölkerung von großer Bedeutung ist, insbesondere für Pendler.
Die Regierung begrüßt diese Entwicklung im Hinblick auf den Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und betont die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen in allen Sektoren weiter zu stärken. Für die deutschsprachigen Leser bedeutet dies, dass die Behörden aktiv daran arbeiten, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen und das Bewusstsein für Sicherheitsfragen zu schärfen. Dies sollte nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber ermutigen, proaktive Schritte zur Verbesserung der Sicherheitsstandards zu unternehmen. Insgesamt zeigt der Rückgang der Arbeitsunfälle, dass ein sicherer Arbeitsplatz nicht nur eine Pflicht, sondern auch ein Gewinn für alle Beteiligten ist.

