Das kanarische Entwicklungsprogramm FDCAN (Fondo de Desarrollo de Canarias) steht vor einer neuen Phase. Seit 2016 unterstützt es die wirtschaftliche Entwicklung auf Teneriffa. Nun endet die aktuelle Etappe, und die Inselverwaltung arbeitet an einer Verlängerung des Programms mit einem Zeithorizont von zehn Jahren – diesmal bis 2035. Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo de Tenerife, betonte bei einer Veranstaltung in Santa Cruz, dass sich das Programm stärker auf Innovation, wirtschaftliche Diversifizierung und ein neues Tourismusmodell konzentrieren müsse. Zudem fordert sie mehr Investitionen in Wohnraum und die Versorgung einer wachsenden älteren Bevölkerung.
Die FDCAN-Mittel haben in den vergangenen acht Jahren auf Teneriffa rund 1,139 Milliarden Euro mobilisiert. Diese Summe floss in 2.734 Projekte und 4.912 Einzelmaßnahmen. Damit zählt Teneriffa zu den Inseln, die die Fördergelder am effektivsten eingesetzt haben. Die größten Investitionen entfielen auf Infrastruktur mit 800,7 Millionen Euro, was mehr als 70 Prozent der Gesamtmittel entspricht. Besonders der Verkehrssektor profitierte stark, mit 429,2 Millionen Euro für Straßen, öffentliche Verkehrsmittel und Mobilitätsprojekte.
Neben der Infrastruktur widmete sich das Programm auch der Schaffung von Arbeitsplätzen. Insgesamt flossen 190,4 Millionen Euro in Beschäftigungsinitiativen, die zur Senkung der Arbeitslosigkeit beitrugen. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote auf Teneriffa erstmals unter dem kanarischen und sogar dem nationalen Durchschnitt. Das zeigt, dass die Investitionen nicht nur Projekte ermöglichten, sondern auch wirtschaftliche Impulse setzten.
Ein weiterer Schwerpunkt der FDCAN-Mittel lag auf der Förderung von Wissen, Innovation und Digitalisierung. Für diese Bereiche wurden 148,1 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel ist es, die öffentliche Verwaltung zu modernisieren und neue Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen zu schaffen. Diese Investitionen sollen Teneriffa langfristig wettbewerbsfähiger machen und die wirtschaftliche Basis verbreitern.
Die Präsidentin des Cabildo hob hervor, dass Teneriffa heute vor ganz anderen Herausforderungen stehe als vor zehn Jahren. Die Gesellschaft verändere sich, die Bevölkerung altere, und die Insel müsse auf diese Entwicklungen reagieren. Deshalb soll der neue FDCAN-Zeitraum bis 2035 unter anderem stärker auf die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und auf die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Senioren ausgerichtet sein. Dabei spielen auch Mobilitätskonzepte und Wassersicherheit eine zentrale Rolle, um die Lebensqualität auf der Insel zu sichern.
Das Cabildo sieht die strategische Planung, institutionelle Zusammenarbeit und einen langfristigen Entwicklungsblick als Schlüsselfaktoren für den bisherigen Erfolg. Diese Prinzipien sollen auch künftig das Fundament für die Weiterentwicklung Teneriffas bilden. Mit dem neuen FDCAN-Programm sollen Innovation, nachhaltige Infrastruktur und soziale Maßnahmen Hand in Hand gehen, um die Insel fit für die Zukunft zu machen.
Das vorgestellte Gutachten von José Miguel González, einem Ökonomen und Berater, fasst die Wirkungen des FDCAN seit 2016 zusammen. Es zeigt, dass das Programm als wirksames Instrument zur Transformation Teneriffas gilt. Die Kombination aus staatlichen Mitteln und zusätzlichen Beiträgen des Cabildos hat Investitionen angestoßen, die nicht nur den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützten, sondern auch die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbesserten. Für Urlauber, Auswanderer und Einwohner der Insel bedeutet dies eine verbesserte Infrastruktur, mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und eine wachsende soziale Absicherung – wichtige Faktoren für die Attraktivität Teneriffas als Lebens- und Reiseziel.
Quelle: tenerifeweekly.com
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