Gran Canaria: Canarias Living Lab präsentiert Innovationen für die Zukunft des Tourismus in Technik (Ki)

Gran Canaria: Canarias Living Lab präsentiert Innovationen für die Zukunft des Tourismus

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

29 Juni, 2026

Gran Canaria hat den Abschluss seiner bedeutenden Innovationsinitiative im Tourismussektor gefeiert: Das Canarias Living Lab veranstaltete seine Final Conference in der Sala Scala in San Agustín, einem immersiven Veranstaltungsort, der für seine eindrucksvollen Shows bekannt ist. Die Veranstaltung markiert den Übergang in eine neue Phase für die Innovationsentwicklung im Tourismus auf den Kanaren. Mit Blick auf die rasante Entwicklung neuer Technologien haben die Beteiligten die Ergebnisse eines ambitionierten Projekts vorgestellt, das darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbranche durch den Einsatz moderner Technologien zu stärken.

Das Canarias Living Lab ist Teil des übergeordneten Spain Living Lab, das als eines der ehrgeizigsten Innovationsvorhaben in der spanischen Tourismusbranche gilt. Im Rahmen dieses Projekts wurden 450 sogenannte „Living Labs“ eingerichtet, davon 266 Meta Labs in Reisebüros und 184 Business Labs bei Hotels und anderen touristischen Dienstleistern. Diese Labore dienen als experimentelle Umgebungen, in denen neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Mixed Reality, 3D-Umgebungen, Neurotourismus und biometrische Analysen getestet werden. Ziel ist es, die Digitalisierung im Tourismussektor voranzutreiben und Unternehmen ein besseres Verständnis für das Verhalten der Reisenden zu ermöglichen.

Die Meta Labs konzentrieren sich vor allem auf die Analyse des Verhaltens von Reisenden in virtuellen Umgebungen. Hier kommen beispielsweise Mixed Reality und KI-gesteuerte Chatbots zum Einsatz, um das Navigations- und Entscheidungsverhalten der Kunden zu erfassen. Die Business Labs hingegen ermöglichen es Hotels und Dienstleistern, anhand von 3D-Simulationen Daten darüber zu sammeln, wie Kunden Produkte bewerten, buchen und nutzen. Diese Erkenntnisse helfen dabei, Produkte zu optimieren, Preise anzupassen und Marketingstrategien zielgenau zu gestalten.

Während der Final Conference präsentierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die erzielten Fortschritte. Unter den Rednern waren unter anderem Ana Palacios, Direktorin der Generaldirektion für Daten im spanischen Ministerium für digitale Transformation, der Bürgermeister von San Bartolomé de Tirajana, Marco Aurelio Pérez Sánchez, sowie Forschende der Universitäten Las Palmas de Gran Canaria und La Laguna. Sie hoben die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen hervor, um den Innovationsprozess im Tourismussektor zu beschleunigen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den praktischen Anwendungen der neuen Technologien. So wurden mehr als 15 Proof-of-Concept-Studien durchgeführt, bei denen unter anderem Sprachmodelle, digitale Zwillinge, Eye-Tracking, Gesichtsausdrucksanalyse und Verhaltensprognosen erprobt wurden. Diese Werkzeuge unterstützen touristische Unternehmen dabei, zentrale Fragen zu beantworten: Was zieht die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich? Welche Faktoren beeinflussen ihre Kaufentscheidung? Wie reagieren sie auf virtuelle Erlebnisse? Welche Angebote haben die höchsten Buchungschancen?

Das Emotur LAB der Universität Las Palmas de Gran Canaria stellte in einer Live-Demonstration neurowissenschaftliche Methoden vor, die mithilfe von Eye-Tracking und biometrischer Messung emotionale Reaktionen von Nutzern auf touristische Angebote erfassen. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, Erlebnisse noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden.

Das Projekt Canarias Living Lab zeigt, wie innovative Technologien in realitätsnahen Umgebungen getestet und anschließend in der Praxis angewandt werden können. Für Urlauber auf den Kanaren bedeutet dies zukünftig individuellere Angebote und verbesserte Services. Für Unternehmen eröffnen sich neue Chancen, sich im Wettbewerb zu behaupten und die Digitalisierung effizient zu nutzen. Die Initiative setzt damit einen wichtigen Impuls für die nachhaltige Entwicklung des Tourismus auf den Kanarischen Inseln.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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