Teneriffa erlebt derzeit erneut einen Erdbebenschwarm, der zwischen dem frühen Abend und etwa 23 Uhr am Freitag registriert wurde. Das Kanarische Vulkanologische Institut (Involcan) hat beruhigt, dass diese seismische Aktivität das Risiko einer vulkanischen Eruption in naher oder mittelfristiger Zukunft nicht erhöht. Diese jüngste Serie von Erdstößen ist Teil eines wiederkehrenden Musters, das seit Oktober 2016 auf der Insel beobachtet wird und inzwischen zum 14. Mal auftrat. Die Erdbeben weisen sogenannte hybride Signale auf, ein Phänomen, das bereits in früheren Schwarmereignissen festgestellt wurde.
Die Ursache dieser Schwarmereignisse führt Involcan auf die Bewegung hydrothermaler Gase zurück, die aus Magma entweichen und in das hydrothermale System Teneriffas eindringen. Diese Prozesse können mit Flüssigkeitsbewegungen oder Wechselwirkungen in den Tiefen des Vulkans zusammenhängen. Geochemische und geophysikalische Messungen, darunter erhöhte Kohlendioxidemissionen und leichte Bodenverformungen im Nordosten des Vulkans, stützen diese Erklärung.
Trotz dieser aktiven vulkanischen Erscheinungen bewertet Involcan die aktuelle Situation als nicht besorgniserregend für Bevölkerung und Tourismus. Die fortlaufende „vulkanische Geräuschkulisse“ stellt keine unmittelbare Gefahr dar, sondern gehört zur normalen Aktivität des Vulkans. Wichtig ist, zwischen einer aktiven vulkanischen Phase und einer bevorstehenden Eruption zu unterscheiden, da einzelne Anzeichen wie Erdbeben oder Gasemissionen nicht automatisch auf einen Ausbruch hindeuten.
Die Information über den Erdbebenschwarm und die Bewertung des Eruptionsrisikos sind für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf Teneriffa von großer Bedeutung. Sie mildern Ängste und ermöglichen eine realistische Einschätzung der Lage. Die Überwachung durch das Kanarische Seismische Netzwerk und Involcan bleibt kontinuierlich bestehen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Für die kommenden Wochen und Monate bleibt die seismische Aktivität auf einem ähnlichen Niveau, wobei keine erhöhte eruptive Gefahr erwartet wird. Das Institut wird die Situation weiter beobachten und zeitnah informieren, falls sich neue Entwicklungen ergeben sollten.
Quelle: tenerifeweekly.com
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