Die Kanarischen Inseln gehören zu den europäischen Regionen mit einer der höchsten Belastungen durch internationalen Tourismus. Aktuell kommen auf jeden Einwohner im Durchschnitt 4,9 ausländische Besucher. Nur die Balearischen Inseln verzeichnen mit 9,2 Besuchern pro Einwohner noch mehr. Dieser starke Zustrom führt zu erheblichen Problemen auf dem lokalen Wohnungsmarkt. In den Städten Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife machen touristische Unterkünfte und Wohnungen, die von Nichtansässigen genutzt werden, bereits zwischen 7,4 und 9,1 Prozent des gesamten Wohnraums aus. Dadurch wird Wohnraum knapp, was die Preise und Mieten in die Höhe treibt und die Lebensqualität der Einheimischen beeinträchtigt. Prognosen für Spanien zeigen, dass Immobilienpreise zwischen 2026 und 2031 um etwa 3.500 Euro steigen könnten, während die jährlichen Mieten um rund 217 Euro zunehmen dürften. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit dem anhaltenden Wachstum des internationalen Tourismus, der die Nachfrage nach Wohnraum weiter erhöht. Die Belastung durch den Massentourismus hat bereits zu Protesten auf den Kanarischen Inseln geführt, da die Bewohner Engpässe bei Wohnraum und öffentlichen Dienstleistungen beklagen. Die Situation verdeutlicht die Herausforderung, eine Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung durch den Tourismus und dem Schutz der Lebensqualität der lokalen Bevölkerung zu finden. Wie die Region auf diese wachsenden Belastungen reagieren wird, bleibt eine dringende Frage für die kommenden Jahre.
Quelle: tenerifeweekly.com
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