Nur 8,9 Prozent der Ärzte auf den Kanaren beteiligen sich an Streik gegen Gesundheitsreform – Gesundheit (Fallback Gesundh…

Nur 8,9 Prozent der Ärzte auf den Kanaren beteiligen sich an Streik gegen Gesundheitsreform

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

16 Juni, 2026

Auf den Kanarischen Inseln haben sich am Montag lediglich 390 Ärzte an einem landesweiten Streik beteiligt, der sich gegen die geplante Reform des Estatuto Marco richtet, einer gesetzlichen Regelung, die das Berufsrecht der Mediziner betrifft. Von den 4.366 Ärzten, die im Dienst des Servicio Canario de la Salud (SCS) von der Ausstandsforderung betroffen waren, legten nur 8,93 Prozent ihre Arbeit nieder.

Der Streik wurde vom spanischen Gesundheitsministerium ausgelöst, das eine Änderung des Estatuto Marco vorschlägt. Diese Reform stößt bei vielen Ärzten auf Widerstand, weshalb zu Streiks in ganz Spanien aufgerufen wurde. Auf den Kanaren jedoch fiel die Beteiligung vergleichsweise gering aus. Von den insgesamt 7.153 Mitarbeitern im Gesundheitswesen, die an diesem Tag hätten ausfallen können, waren nur 4.366 vom Streikaufruf direkt betroffen, und nur ein kleiner Teil davon schloss sich tatsächlich an.

Die Verteilung der Streikenden variiert deutlich zwischen den Inseln. Auf Gran Canaria beteiligten sich 212 von 1.755 Ärzten, was einer Teilnahmequote von 12,08 Prozent entspricht. In der Hauptstadtregion Tenerife legten 174 von 2.039 Ärzten die Arbeit nieder, das sind 8,53 Prozent. Die übrigen Inseln verzeichneten lediglich geringe Beteiligungen: Lanzarote meldete sieben Streikende von 242 Ärzten (2,89 Prozent), Fuerteventura sechs von 359 (1,67 Prozent) und La Palma sechs von 160 (3,75 Prozent). Auf La Gomera und El Hierro gab es keine Streikbeteiligung.

Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Regierung hatte für den Streiktag 1.309 Mitarbeiter in den so genannten Notdienstbereichen eingeplant, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen. Diese Mindestdienste ermöglichten einen reibungslosen Ablauf des Gesundheitsbetriebes, sodass es am Montag keine nennenswerten Störungen im Krankenhaus- und Primärversorgungssystem gab.

Für Urlauber und Einwohner auf den Kanarischen Inseln bedeutet dies, dass die medizinische Versorgung trotz des Streiks uneingeschränkt zur Verfügung stand. Besonders in den touristisch stark frequentierten Gebieten wie Gran Canaria und Teneriffa ist eine funktionierende Gesundheitsversorgung essenziell. Auch für Auswanderer, die sich auf den öffentlichen Dienst verlassen, bleibt die Situation stabil.

Die Reform des Estatuto Marco soll unter anderem die Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten und Gehälter von Ärzten neu regeln. Die Ablehnung durch einen Teil des medizinischen Personals basiert auf Befürchtungen, dass die Änderungen negative Auswirkungen auf die Berufsausübung und die Beschäftigungsbedingungen haben könnten. Trotz des landesweiten Streiks bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen zwischen dem Gesundheitsministerium und den Berufsvertretungen weiter verlaufen und ob es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommt.

Insgesamt zeigt die geringe Streikbeteiligung auf den Kanaren, dass der Widerstand gegen die Reform in dieser Region weniger ausgeprägt ist als in anderen Teilen Spaniens. Für die Gesundheitsversorgung auf den Inseln ist dies kurzfristig ein positives Signal, da die Patientenversorgung nicht beeinträchtigt wurde. Langfristig wird sich jedoch zeigen, wie sich die Reform auf die Arbeitsbedingungen der Ärzte und die Qualität der medizinischen Versorgung auswirkt.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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