In Las Palmas de Gran Canaria findet derzeit die Generalversammlung der Europäischen Vereinigung für traditionelle Spiele und Sportarten (AEJeST) statt, an der Vertreter aus mehr als zwanzig Ländern teilnehmen. Die Veranstaltung, die im Museum Elder für Wissenschaft und Technik eröffnet wurde, widmet sich der Förderung und dem Erhalt traditioneller Sportarten und Spiele als Teil des immateriellen Kulturerbes. Begleitet wird sie von zahlreichen sportlichen und kulturellen Aktivitäten, die den Austausch zwischen den Teilnehmern und der Öffentlichkeit fördern.
Poli Suárez, kanarischer Regierungsrat für Bildung, Berufsbildung, körperliche Aktivität und Sport, hob bei der Eröffnung die Bedeutung der Kanaren als Gastgeber hervor und betonte, dass Identität nicht durch Abschottung, sondern durch Verbindungen gestärkt werde. Die Veranstaltung fällt zudem mit dem 25-jährigen Jubiläum der AEJeST zusammen, was den Stellenwert dieses Treffens unterstreicht. Suárez erklärte, dass das wertvollste kulturelle Erbe durch gemeinsames Spielen, Teilen, Lernen und Weitergeben über Generationen erhalten bleibe. Dabei sei es wichtig, traditionelle Sportarten nicht nur als Wettkampf zu sehen, sondern als soziale und kulturelle Praxis.
Die Generalversammlung bringt Institutionen, Forscher, Verbände und Experten aus ganz Europa zusammen, um über die Zukunft und den Schutz dieser Sportarten zu beraten. Die kanarische Regierung unterstützt diese Bemühungen aktiv über die Direktion für autochthone Sportarten, die von Ángel Sabroso und Lorena Hernández geleitet wird. Im Rahmen der Veranstaltung fanden bereits ein internationales Symposium mit Experten aus zahlreichen europäischen Ländern sowie vielfältige Aktivitäten an der Playa de Las Canteras statt. Dort konnten Besucher traditionelle kanarische Sportarten wie Lucha Canaria, Garrote Canario, Bola Canaria, Vela Latina sowie Kinder- und Volksspiele erleben und ausprobieren.
Ein besonderer Höhepunkt ist der internationale Wettkampf am Samstagabend, bei dem die kanarische Lucha Canaria gegen die südkoreanische Ssireum antritt. Diese Begegnung ermöglicht einen direkten Vergleich zweier traditioneller Ringkampfsportarten aus verschiedenen Kulturkreisen. Die Veranstaltung versteht sich als lebendiger kultureller Austausch, bei dem jeweils unter beiden Regelwerken gekämpft wird. Dadurch erhalten Zuschauer einen Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der historischen Sportarten.
Die Generalversammlung und die begleitenden Aktivitäten fördern nicht nur die Sichtbarkeit der kanarischen Sporttraditionen, sondern stärken auch den internationalen Dialog über den Erhalt und die Weitergabe dieses Kulturerbes. Für die Kanaren bietet die Veranstaltung eine wertvolle Plattform, um ihre Identität zu präsentieren und traditionelle Sportarten für Einwohner und Besucher zugänglich zu machen. Die Fortsetzung dieses Austauschs ist offen und wird in den kommenden Jahren weitergeführt, um die kulturelle Vielfalt und die sportliche Praxis auf den Inseln lebendig zu erhalten.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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