Ein Waldbrand hat am Donnerstag im Südosten der Cumbre von Gran Canaria zwischen den Gemeinden Telde und Valsequillo eine Fläche von acht bis zehn Hektar erfasst. Die Flammen konnten inzwischen stabilisiert werden, doch die Gefahr bleibt weiterhin hoch. Das Feuer brach kurz nach 17 Uhr aus und breitete sich entlang einer Stromleitung in mehreren Brandherden in einer Linie aus, was die Löschmaßnahmen erschwerte.
Sechs Luftfahrzeuge, darunter Hubschrauber des GES und des Umweltamtes des Cabildo de Gran Canaria, sind seit dem Ausbruch im Einsatz. Sie schöpfen Wasser aus nahegelegenen Stauseen und Tanks, um die Brandbekämpfung aus der Luft zu unterstützen. Die Behörden haben zusätzliche Verstärkung von anderen Inseln und dem spanischen Ministerium für ökologischen Übergang angefordert, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Arbeiten sollen bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt werden.
Um die Löscharbeiten zu erleichtern, wurde die GC-130 zwischen Cazadores, einem Ortsteil in der Höhenzone von Telde, und der Cumbre gesperrt. Bisher gab es keine Evakuierungen, dennoch könnten in den betroffenen Stadtteilen wie Cazadores, La Breña, El Moreno und La Solana Stromausfälle und Unterbrechungen in der Wasserversorgung auftreten. Einwohner und Besucher sollten sich auf mögliche Einschränkungen einstellen.
Die Brandherde liegen in der Reserva Natural Especial de Los Marteles, einer wichtigen Naturschutzregion. Die Behörden beobachten die Lage genau, da die nächsten Stunden entscheidend sind, ob sich die einzelnen Feuerherde vereinigen und sich weiter ausbreiten. Besonders kritisch wäre ein Übergreifen des Feuers über die umliegenden Barrancos, da es dann weiter zur Cumbre hinauf sowie in Richtung Südhang der Insel ziehen könnte.
Das Cabildo und das Ayuntamiento de Telde halten die Bevölkerung über soziale Medien auf dem Laufenden und warnen vor der anhaltenden Gefahrenlage. Die Straßensperrung auf der GC-130 bleibt bestehen, bis Entwarnung gegeben werden kann. Die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck an der vollständigen Eindämmung des Feuers, um weitere Schäden an Umwelt und Infrastruktur zu verhindern.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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