Sechs Monate alter Säugling nach gefährlicher Überfahrt vor El Hierro gestorben – Leben (Boot Migranten)

Sechs Monate alter Säugling nach gefährlicher Überfahrt vor El Hierro gestorben

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

28 Juli, 2026

Ein sechs Monate alter Säugling, der nach einer elftägigen Überfahrt in einem überfüllten Cayuco vor der Küste El Hierros in kritischem Zustand geborgen wurde, ist im Hospital Nuestra Señora de la Candelaria auf Teneriffa verstorben. Der Säugling gehörte zu einer Gruppe von 165 Menschen aus westafrikanischen Ländern wie Senegal, Gambia, Guinea und Mali, die am 22. Juli nahe El Hierro an Land gebracht wurden.

Die Überfahrt im kleinen Boot dauerte elf Tage und stellte die Menschen an Bord vor extreme körperliche Herausforderungen. Unter den 165 Passagieren befanden sich 110 Männer, 42 Frauen sowie 13 Minderjährige, von denen vier Babys waren. Die Lebensbedingungen während der Überfahrt führten dazu, dass 23 Personen unmittelbar medizinische Hilfe benötigten, von denen 15 in Krankenhäuser aufgenommen wurden.

Der Zustand des Säuglings war besonders kritisch, weshalb er am Ankunftsort in La Restinga eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erhielt. Trotz intensivmedizinischer Behandlung auf Teneriffa erlag das Kind seinen Verletzungen. Neben dem Säugling wurde auch der Leichnam einer Frau auf dem Boot gefunden, die von ihren Mitreisenden als Binta Colly identifiziert wurde.

Die Kanarischen Inseln sind ein häufiges Ziel von Migranten, die in kleinen Booten den gefährlichen Atlantik überqueren. Die tödlichen Folgen solcher Überfahrten verdeutlichen die humanitäre Tragödie und stellen die regionalen Gesundheitsdienste vor erhebliche Herausforderungen. Die medizinische Versorgung der zahlreichen verletzten und geschwächten Ankommenden belastet das System spürbar.

Diese Ereignisse unterstreichen die komplexen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen der Migration auf den Kanaren. Die Versorgung der ankommenden Migranten erfordert koordinierte Anstrengungen der lokalen Gesundheitsinfrastruktur und humanitäre Unterstützung. Behörden und Hilfsorganisationen stehen weiterhin vor der Aufgabe, sowohl akute Notfälle zu behandeln als auch langfristige Lösungen für die betroffenen Menschen zu finden.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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