Erhöhung der Mehrwertsteuer für touristische Wohnungen auf September verschoben – Wohnen (Ferienwohnung)

Erhöhung der Mehrwertsteuer für touristische Wohnungen auf September verschoben

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

29 Juli, 2026

Die geplante Anhebung des Mehrwertsteuersatzes (IVA) auf 21 Prozent für touristische Wohnungen in Spanien wurde vorerst auf September verschoben. Ursprünglich sollte die Maßnahme im Juli im Kongress der Abgeordneten verabschiedet werden, doch fehlende politische Unterstützung, insbesondere von den Parteien Junts und Podemos, führte zu diesem Aufschub. Die spanische Regierung will so weitere Verhandlungen ermöglichen, um eine Mehrheit im Parlament zu sichern.

Die Erhöhung des IVA ist Teil eines umfassenden Wohnungsdekrets, mit dem der Immobilienmarkt reguliert werden soll. Bislang sind touristische Wohnungen, die keine zusätzlichen Hotelservices anbieten, vom Mehrwertsteuersatz befreit, während Wohnungen mit inkludierten Services einen reduzierten Satz von 10 Prozent zahlen. Mit der geplanten Reform sollte für alle touristischen Unterkünfte der reguläre Satz von 21 Prozent gelten.

Verbände wie die Federación Catalana de Asociaciones de Viviendas y Apartamentos Turísticos (Federatur) und die Asociación de Viviendas Turísticas de Andalucía (AVVAPro) lehnen diese Erhöhung ab. Sie argumentieren, dass die Maßnahme die Wettbewerbsfähigkeit der Ferienwohnungen gegenüber Hotels beeinträchtigt, die derzeit mit 10 Prozent besteuert werden, wenn sie Hotelservices anbieten. David Riba, Präsident von Federatur, betont, dass es um Gleichbehandlung gehe, da beide Unterkunftsformen im gleichen Markt konkurrieren und vergleichbare Leistungen bieten. Beide Verbände warnen zudem vor einer erheblichen Verteuerung der Unterkünfte, was insbesondere Familien treffen würde, die touristische Wohnungen als preisgünstige Alternative bevorzugen.

Politisch war die Maßnahme umstritten, da die Regierung zwar per Ministerratsbeschluss die Erhöhung hätte durchsetzen können, jedoch für die endgültige Verabschiedung im Kongress auf eine parlamentarische Mehrheit angewiesen ist. Ohne diese drohte ein politisches Scheitern, das die Koalition vor dem Ende der Legislaturperiode schwächen könnte. Dies veranlasste den Ministerrat, die Entscheidung zu verschieben und den Sommer für weitere Gespräche zu nutzen.

Für Mieter und Anbieter touristischer Wohnungen bedeutet die Erhöhung eine potenzielle Kostensteigerung, die sich auf die Preise auswirken dürfte. Dies könnte die Attraktivität dieser Unterkunftsform mindern und die Konkurrenzsituation mit Hotels verschärfen. Die Verbände betonen, dass diese Änderung keinen Beitrag zur Lösung der Wohnungsproblematik leisten werde.

Im September sind weitere Verhandlungen und eine neue Abstimmung im Parlament zu erwarten, bei der die Regierung hoffentlich eine tragfähige Lösung präsentiert. Die Entscheidung wird sowohl für den Immobilienmarkt als auch für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln und anderen stark betroffenen Regionen wie Andalusien und Katalonien von großer Bedeutung sein.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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