Der spanische Flughafenbetreiber Aena hat für den Zeitraum von 2027 bis 2031 Investitionen in Höhe von etwa 13 Milliarden Euro angekündigt. Diese Summe ist Teil des DORA III (Dokument der Flughafenregulierung), das vom spanischen Ministerrat beschlossen wurde und die Modernisierung, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Flughäfen verbessern soll. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus den Einnahmen des Flughafensystems und nicht aus dem Staatshaushalt. Etwa 9,99 Milliarden Euro davon sind regulierte Investitionen, die direkt mit dem Luftverkehr verbunden sind und durch Gebühren finanziert werden, während die restlichen rund 3 Milliarden Euro nicht regulierte Investitionen für kommerzielle Aktivitäten von Aena darstellen.
Die regulierten Investitionen fließen in den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt der Flughäfen. Konkret sind 2,85 Milliarden Euro für Terminalgebäude vorgesehen, 937 Millionen Euro für das Vorfeld, 1,65 Milliarden Euro für Sicherheitsmaßnahmen, rund 660 Millionen Euro für nachhaltige Mobilität und Dekarbonisierung sowie knapp 400 Millionen Euro für Gepäcktransportsysteme. Über 3,24 Milliarden Euro sind für die Instandhaltung der gesamten Flughafeninfrastruktur vorgesehen.
Der Minister für Verkehr und nachhaltige Mobilität, Óscar Puente, bezeichnete den Plan als einen bedeutenden Investitionssprung mit dem höchsten Volumen in den letzten Jahrzehnten. Im Vergleich zu den vorherigen DORA-Plänen steigen die jährlichen regulierten Investitionen auf durchschnittlich etwa 2 Milliarden Euro. Der Aena-Vorstandsvorsitzende Maurice Lucena betonte, dass diese Investitionen die Flughäfen für viele Jahrzehnte verändern werden.
Mit Blick auf die Passagierzahlen wird erwartet, dass das Netzwerk bis 2031 mehr als 363 Millionen Fluggäste abfertigt. Im Jahr 2025 nutzten bereits 321 Millionen Menschen die spanischen Flughäfen, und in den ersten sieben Monaten 2026 wurden über 190 Millionen Passagiere gezählt – ein Anstieg von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im August 2026 wurde mit rund 34,9 Millionen Passagieren die höchste jemals in Spanien verzeichnete Flugaktivität gemessen.
Die Investitionen verteilen sich regional unterschiedlich: Madrid-Barajas erhält mit 4,48 Milliarden Euro den größten Anteil. Katalonien, vor allem Barcelona-El Prat, ist mit knapp 2 Milliarden Euro an zweiter Stelle. Die Kanarischen Inseln profitieren mit 1,8 Milliarden Euro, die auf die verschiedenen Flughäfen des Archipels verteilt werden. Die Region Valencia bekommt über 1,27 Milliarden Euro, davon 868 Millionen für Alicante-Elche und 400 Millionen für Valencia. Die Balearen erhalten über 1 Milliarde Euro, verteilt auf Palma de Mallorca, Ibiza, Menorca und Son Bonet. Málaga-Costa del Sol ist mit mehr als 830 Millionen Euro ebenfalls ein bedeutender Investitionsstandort.
Die umfangreichen Mittel sollen unter anderem die Qualität der Infrastruktur verbessern, Prozesse wie Sicherheits- und Passkontrollen optimieren, die Barrierefreiheit erhöhen und den Reisefluss verbessern. Damit reagiert Aena auf die wachsende Passagiernachfrage und stellt die Flughäfen zukunftsfähig auf. Die Investitionen werden sowohl für Einwohner und Urlauber auf den Kanaren als auch für Geschäftsreisende und Touristen in den anderen Regionen spürbare Verbesserungen bringen.
Die Umsetzung des DORA III beginnt 2027 und erstreckt sich über fünf Jahre. Die genaue Verteilung und Priorisierung der Maßnahmen auf den einzelnen Flughäfen wird in den kommenden Monaten weiter konkretisiert. Für die Kanaren bedeutet das eine Aufwertung der Flughafeninfrastruktur, die den steigenden Passagierzahlen gerecht werden soll und die Wettbewerbsfähigkeit des Archipels im internationalen Luftverkehr stärkt.
Quelle: hosteltur.com
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