Ein 45-jähriger Mann ist in einem Hotelpool im Süden Gran Canarias fast von der Wasserfilterpumpe erdrückt worden. Während die Filteranlage in Betrieb war, wurde der Badegast am Beckenboden von der starken Saugkraft des Filters gefangen. Nur durch das beherzte Eingreifen seiner Familie konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Angehörigen mussten mit großer Kraft gegen den Sog ankämpfen, um den 80 Kilogramm schweren Mann aus dem Filterkanal zu befreien. Anschließend wurde er mit unklarem Gesundheitszustand ins Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Hotelpools auf den Kanaren auf. In dem betroffenen Hotel sind bereits ähnliche gefährliche Zwischenfälle mit der Wasserfilteranlage bekannt. Die Familie fordert eine lückenlose Aufklärung und klare Verantwortungsübernahme seitens des Hotels.
Die Präventionsplattform „Canarias 1500 Km de Costa“ warnt seit längerem vor den tödlichen Risiken ungesicherter Poolfilter. Der Vereinsvorsitzende Sebastián Quintana weist darauf hin, dass die körperliche Konstitution des Mannes schlimmere Folgen verhinderte – bei Kindern kann ein solcher Sog schnell tödlich enden.
Als Konsequenz fordert die Plattform eine gesetzliche Nachrüstung der Sicherheitssysteme bei Schwimmbädern. Konkret soll ein gut sichtbarer, leicht erreichbarer „Not-Aus-Schalter“ am Becken installiert werden, der bei Gefahr sofort die Pumpen abschaltet.
Quintana verweist bei den Forderungen auf aktuelle Änderungen im europäischen Ausland, etwa in Italien, wo bereits eine verbindliche Regelung besteht, um die Sicherheit von Wasserfiltern zu erhöhen. Dort müssen unsichere Anlagen ersetzt und Not-Aus-Schalter eingebaut werden.
Der Vorfall auf Gran Canaria macht deutlich, dass auch auf den Kanaren dringender Handlungsbedarf besteht, um Badeunfälle zu vermeiden. Die nächsten Schritte liegen nun bei den regionalen und staatlichen Behörden, die auf die Petition der Präventionsplattform reagieren müssen. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Inseln bedeutet dies eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Nutzung von Hotelpools und einen wachsenden Druck auf Betreiber, die Sicherheitsstandards zu verbessern.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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