In Santiago del Teide auf Teneriffa mussten am 30. Juli zwei junge Wanderer im Alter von 22 und 24 Jahren per Hubschrauber gerettet werden, nachdem sie während einer Wanderung hitzebedingte Gesundheitsprobleme erlitten hatten. Das Rettungsteam des Grupo de Emergencias y Salvamento (GES) wurde um 15:13 Uhr alarmiert und kam gemeinsam mit dem Servicio de Urgencias Canario (SUC) sowie der Feuerwehr zum Einsatz. Die beiden Betroffenen konnten ihre Wanderung in der Zone El Cardón de las Doce nicht fortsetzen und wurden nach einer ersten medizinischen Versorgung vor Ort per Hubschrauber zur Helisuperficie der freiwilligen Feuerwehr von Adeje geflogen. Dort übernahm das medizinische Personal des SUC die weitere Betreuung, bevor die Wanderer ins Hospital Universitario Hospiten Sur gebracht wurden. Die Frau zeigte moderate hitzebedingte Probleme, der Mann leichte Symptome.
Der Vorfall ereignete sich an einem Tag mit besonders hohen Temperaturen, trockener Luft und Calima, der die Insel Teneriffa derzeit prägt. Die Wetterlage führt zu einer anhaltenden Hitzewelle mit erwarteten Temperaturen von bis zu 35 Grad in den mittleren Höhenlagen der Insel, besonders in weniger belüfteten süd- und westseitigen Regionen. Die Regierung der Kanarischen Inseln hält zudem die Waldbrandgefahr in den westlichen Inseln und auf Gran Canaria aufrecht.
Parallel zum Rettungseinsatz traten am selben Tag ab 8 Uhr neue Waldbrandrestriktionen des Cabildo de Tenerife in Kraft. Diese gelten aufgrund des erhöhten Risikos von Bränden im Zusammenhang mit der Hitze und der trockenen Wetterbedingungen. Während die Nordseite und Anaga Norte im Risikograd 1 eingestuft sind, gilt für die Südseite und Anaga Sur die strengere Stufe 2. Unter anderem sind das Entzünden von Feuer, Pyrotechnik, das Betreten von Erholungsgebieten, Zeltlager und das Befahren von Forstwegen mit Fahrzeugen zu Freizeitzwecken untersagt. Auch sportliche Veranstaltungen auf Wanderwegen sind in den betroffenen Gebieten nicht gestattet.
Die Behörden raten sowohl Einheimischen als auch Urlaubern, intensive Aktivitäten während der heißesten Tageszeit zu vermeiden, vor Wanderungen die Wettervorhersage zu prüfen und ausreichend Trinkwasser mitzuführen. Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwäche oder Verwirrtheit können auf hitzebedingte Gesundheitsprobleme hinweisen. In solchen Fällen sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Die geltenden Maßnahmen und Warnungen bleiben bis auf Weiteres bestehen, um sowohl die Bevölkerung als auch die Natur zu schützen und weitere Vorfälle zu verhindern.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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