Der Bunker La Quinta an der Nordküste Teneriffas in der Gemeinde Santa Úrsula wird dank einer direkten Subvention von 118.000 Euro des kanarischen Kulturministeriums umfassend saniert und in ein Museum umgewandelt. Das Geld fließt in die Wiederherstellung und den Schutz des historischen Bauwerks, das während des Zweiten Weltkriegs unter Franco als Verteidigungsanlage gegen alliierte Landungen errichtet wurde.
Der Bunker wurde 1941 errichtet und diente zur Verteidigung der Strände von Puerto de la Cruz. Heute befindet sich das Bauwerk in einem stark verfallenen Zustand: Über Jahrzehnte ohne Nutzung ist die Struktur durch Vandalismus, Beschädigungen und Müllansammlungen erheblich beeinträchtigt. Nur die Grundstruktur ist erhalten, während der historische Wert durch den schlechten Zustand bedroht ist.
Neben seiner militärischen Bedeutung enthält der Bunker archäologische Fundstücke aus der vorspanischen Zeit, die derzeit im Museo Arqueológico del Puerto de la Cruz ausgestellt sind. Die Sanierung ist Teil des Landschaftsschutzplans Costa de Acentejo und soll das Bauwerk nicht nur konservieren, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich machen.
Das geplante Museum wird künftig die militärische Geschichte Teneriffas sowie die archäologische Forschung rund um den Bunker vermitteln. Die kulturhistorische Einrichtung soll so den kulturellen Wert der Region stärken und für Einwohner und Urlauber gleichermaßen ein attraktiver Ort werden. Verantwortliche der Kulturbehörde heben die strategische und landschaftliche Bedeutung des Standorts hervor und sehen in dem Projekt eine Chance, das kulturelle Erbe der Kanaren sichtbarer zu machen.
Die Maßnahme ist zugleich Teil einer Initiative der Direktion für Kultur und Kulturerbe, die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden zu intensivieren und den Schutz sowie die Vermittlung kultureller Stätten auf den Kanaren voranzutreiben. Die Restaurierungsarbeiten sind der erste Schritt für die museale Nutzung und sollen als Beispiel für ähnliche Projekte dienen. Ein genauer Zeitplan für die Fertigstellung steht noch aus, die öffentliche Zugänglichkeit wird nach Abschluss der Arbeiten sichergestellt sein.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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