Kritik an fehlender Kontrolle bei Erweiterung der Kläranlage in Puerto de la Cruz auf Teneriffa (Puerto Cruz Playa Jardin)

Kritik an fehlender Kontrolle bei Erweiterung der Kläranlage in Puerto de la Cruz

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

22. September 2026

In Puerto de la Cruz auf Teneriffa sorgt die Erweiterung der Kläranlage Punta Brava für Unmut unter den Anwohnern der benachbarten Urbanización Los Frailes. Seit Beginn der Bauarbeiten Anfang dieses Monats klagen die Bewohner über mangelnde Information und unzureichende Einhaltung von Umweltvorschriften durch die verantwortlichen Behörden. Trotz eines Investitionsvolumens von 20 Millionen Euro und einer geplanten Bauzeit von 37 Monaten hat sich bislang kein politischer Vertreter vor Ort gezeigt, um den Anwohnern den Ablauf der Arbeiten zu erläutern.

Die rund 100 Bewohner, von denen viele nicht dauerhaft vor Ort leben und keine formelle Nachbarschaftsvereinigung besitzen, fühlen sich vom Rathaus und dem Cabildo de Tenerife im Stich gelassen. Besonders kritisiert werden die vorzeitigen Arbeitszeiten der Baumaschinen, die bereits zwischen 7 und 7:30 Uhr beginnen, obwohl die kommunale Satzung Arbeiten erst ab 8 Uhr erlaubt. Zudem wird die Staubbindung mit einfachen Gartenschläuchen statt mit geeigneter Technik durchgeführt, was vor allem für Asthmatiker und Allergiker gesundheitliche Probleme verursacht. Beschwerden an die Arbeiter bleiben ohne Wirkung.

Ein weiterer Streitpunkt ist der Bau eines Mittelspannungskastens direkt neben einem Garten in der Siedlung, ohne vorherige Information der Anwohner und trotz der Nähe zu einem Bereich, in dem Kinder spielen. Schriftliche Beschwerden bei der örtlichen Polizei blieben bisher unbeantwortet. Die Anwohner haben zwar individuell Reklamationen eingereicht, doch eine offizielle Antwort oder Maßnahmen seitens der Stadtverwaltung stehen noch aus.

Neben den sozialen Konflikten gibt es auch konkrete Umweltsorgen. Eine Bewohnerin meldete der Umweltstiftung Telesforo Bravo die Zerstörung einheimischer Pflanzen und die Ablagerung von Bauschutt auf einem Hang neben der Kläranlage. Deren Leiter bestätigt, dass keine gültigen Genehmigungen für diese Arbeiten vorliegen und dass mündliche Erlaubnisse im Verwaltungsrecht nicht anerkannt werden. Er vermutet eine mögliche Umweltrechtsverletzung und fordert klare Stellungnahmen vom Inselrat für Wasser und der Stadtverwaltung.

Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die mangelnde Transparenz und Kontrolle bei Großprojekten mit erheblichen Umweltauswirkungen. Die Bewohner fordern, dass die geltenden Umweltvorschriften strikt eingehalten werden, insbesondere was die Messung und Beseitigung von Staubbelastungen betrifft. Die Fundación Telesforo Bravo kündigte an, alle verfügbaren Informationen einzufordern und bei nachgewiesenen Verstößen rechtliche Schritte einzuleiten.

Für die Anwohner der Urbanización Los Frailes bedeutet dies eine anhaltende Belastung durch Lärm, Staub und mögliche Umweltschäden, während die Bauarbeiten über mehrere Jahre fortgesetzt werden. Die fehlende Kommunikation und mangelnde Rücksichtnahme erschweren den Alltag und erhöhen die Unsicherheit in der Nachbarschaft. Es bleibt abzuwarten, wie die zuständigen Behörden auf die Beschwerden reagieren und ob sie Maßnahmen ergreifen, um die Situation zu verbessern.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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