Die Wirtschaft der Kanarischen Inseln verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Wachstum von 2,85 Prozent und übertraf damit das spanische Nationaleinkommen von 2,7 Prozent. Dieses Plus unterstreicht die anhaltende Stärke und Stabilität der regionalen Wirtschaft, auch wenn das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal mit 3,1 Prozent leicht moderater ausfällt.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Inseln stieg von April bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent, während Spanien insgesamt ein Plus von 0,7 Prozent erreichte. Der Dienstleistungssektor, der den größten Teil der Wirtschaftskraft auf den Kanaren ausmacht, wuchs im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, was jedoch eine leichte Abkühlung gegenüber dem Vorquartal (3,4 Prozent) bedeutet. Das Bauwesen zeigt mit einem Wachstum von 3,9 Prozent weiterhin die höchste Dynamik, auch wenn es sein Tempo seit dem ersten Quartal von 5,7 Prozent etwas verringert hat. Industrie und Primärsektor verzeichneten Zuwächse von 1,7 beziehungsweise 1,2 Prozent, womit alle Wirtschaftsbereiche positive Beiträge zum Wachstum leisteten.
Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich auch der Arbeitsmarkt positiv. Die registrierte Arbeitslosenzahl sank im Juli 2026 auf 144.168 Personen – ein Tiefstand, der zuletzt im Juli 2007 erreicht wurde. Die Arbeitslosenquote lag im zweiten Quartal bei 11,6 Prozent und markierte den niedrigsten Wert für diesen Zeitraum seit 2007. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf den Kanaren auf 961.638, was einem Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders auffällig ist die hohe Zahl der Selbstständigen, die mit 148.107 Beschäftigten einen historischen Höchststand erreichte.
Der Vizepräsident der kanarischen Regierung und Wirtschaftsminister Manuel Domínguez bewertete die Zahlen als Beleg für die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der kanarischen Wirtschaft. Trotz globaler Unsicherheiten und eines moderateren Wachstumsumfelds sei das Wirtschaftsmodell der Inseln robust, unterstützt durch aktive politische Maßnahmen zur Förderung des produktiven Sektors, der Beschäftigung und des Unternehmertums.
Für Bewohner, Unternehmer und politische Entscheidungsträger auf den Kanaren bedeutet die aktuelle Entwicklung eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage. Die breite Aufstellung in verschiedenen Wirtschaftssektoren und die stabile Beschäftigungslage schaffen Perspektiven für nachhaltige Prosperität. Der nächste Schritt wird sein, die positiven Impulse in den kommenden Quartalen zu halten und die regionale Wirtschaft weiter zu stärken – insbesondere angesichts der globalen Herausforderungen und der Notwendigkeit, flexibel auf Veränderungen zu reagieren.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original

