Eine Untersuchung unter jungen, gesunden Medizinstudenten auf den Kanarischen Inseln zeigt, dass etwa 80 Prozent von ihnen an einem Vitamin-D-Mangel leiden – trotz des subtropischen Klimas mit hoher Sonneneinstrahlung. Der durchschnittliche Vitamin-D-Spiegel lag bei nur 18 ng/mL, was deutlich unter dem empfohlenen Wert von 20 bis 30 ng/mL liegt. Diese Erkenntnis überrascht, da die Region ganzjährig milde Temperaturen und ausreichend Sonnenlicht bietet.
Die Studie umfasste Studenten im vierten und fünften Studienjahr, die sich meist sportlich betätigen und viel Zeit im Freien verbringen, etwa beim Surfen oder Tennis am Strand. Dennoch zeigen die Blutwerte eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D. Das lässt darauf schließen, dass die reine Verfügbarkeit von Sonnenlicht nicht automatisch für eine optimale Vitamin-D-Bildung im Körper sorgt.
Die Ursachen für diese weit verbreitete Unterversorgung liegen im modernen Lebensstil. Viele junge Menschen verbringen lange Zeit in geschlossenen Räumen wie Bibliotheken oder Büros. Zudem wird häufig Sonnenschutz verwendet, der die Haut vor UV-Strahlung schützt, aber gleichzeitig die Bildung von Vitamin D einschränkt. Die Ernährung trägt nur zu einem kleinen Anteil zur Vitamin-D-Versorgung bei, da Lebensmittel lediglich etwa 10 bis 20 Prozent des täglichen Bedarfs abdecken können.
Vitamin D ist eine essenzielle Substanz für den Knochenstoffwechsel, das Immunsystem und die Muskelgesundheit. Ein Mangel kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen, weshalb es wichtig ist, den Spiegel regelmäßig zu kontrollieren. Besonders in sonnenreichen Gebieten wie den Kanaren sollte der Fokus neben der Ernährung auch auf einer gezielten und ausreichenden Sonnenexposition liegen. Bereits kurze Aufenthalte im Freien von etwa 15 Minuten täglich können die körpereigene Produktion ankurbeln.
Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanarischen Inseln bedeutet dies, dass trotz des günstigen Klimas auf den eigenen Vitamin-D-Status geachtet werden sollte. Eine ärztliche Beratung zur möglichen Supplementierung oder Anpassung des Lebensstils ist ratsam, um die gesundheitlichen Risiken eines Mangels zu minimieren. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung, auch in sonnenreichen Regionen aktiv auf eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung zu achten.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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