Am 11. August zogen 29 frisch gestartete Starlink-Satelliten in einer auffälligen Lichterkette über den Himmel von Gran Canaria und Teneriffa. Die Satelliten waren Teil der Mission Starlink 10-19, die am Nachmittag desselben Tages um 16:58 Uhr kanarischer Zeit vom Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida mit einer Falcon 9-Rakete gestartet wurde. Nur wenige Stunden nach dem Start konnten die Satelliten in einer engen Formation beobachtet werden, was den Eindruck eines „Zuges“ aus Lichtpunkten vermittelte. Dieses Phänomen entsteht, weil die neu gestarteten Satelliten zunächst nahe beieinander in einer niedrigen Erdumlaufbahn zwischen etwa 244 und 257 Kilometern Höhe verbleiben, bevor sie sich allmählich auf ihre endgültigen Bahnen verteilen.
Der Zeitpunkt des Vorbeiflugs kurz nach Sonnenuntergang sorgte für optimale Sichtbedingungen. Die Satelliten reflektierten noch das Sonnenlicht, während der Himmel über den Inseln bereits dunkel war. Dadurch erschienen die kleinen Metallkörper als leuchtende Punkte, die sich in einer Reihe am Himmel entlang bewegten. Dieses Schauspiel ist kein Flugzeug oder eine Drohne, sondern ein technisches Ereignis, das in der Vergangenheit bereits mehrfach über den Kanaren beobachtet wurde.
Die Sichtbarkeit der Starlink-Konstellation ist für Einwohner, Urlauber und Astronomieinteressierte gleichermaßen bemerkenswert. Schon zuvor wurden ähnliche Formationen über Gran Canaria, Teneriffa und La Palma dokumentiert, was die Kanarischen Inseln zu einem guten Beobachtungsort für solche Ereignisse macht.
Die Mission Starlink 10-19 gehört zu einer Reihe von Starts, mit denen SpaceX das weltweite Internet über eine Vielzahl kleiner Satelliten verbessern will. Die Satelliten sind Teil eines Netzes, das auch auf den Kanaren bereits genutzt wird. Der Start am 11. August war zudem technisch bemerkenswert, weil die Falcon 9-Rakete nach dem Aussetzen der Satelliten erfolgreich auf einer autonomen Plattform im Atlantik landete.
Für die nächsten Tage ist zu erwarten, dass sich die Satelliten allmählich voneinander entfernen und die charakteristische Lichterkette sich auflöst. Für Beobachter auf den Kanaren bietet sich damit eine begrenzte Gelegenheit, dieses seltene und beeindruckende Himmelsereignis mitzuerleben. Wer den nächsten Vorbeiflug verfolgen möchte, sollte auf die Veröffentlichungen von SpaceX oder spezialisierten Astronomie-Webseiten achten, die genaue Zeiten und Sichtbarkeitsbedingungen angeben.
Quelle: laprovincia.es
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