Der Cabildo von Teneriffa hat am 13. August ab 18 Uhr präventiv den Zugang zu zehn Wanderwegen und Forstpisten gesperrt, die traditionell von Pilgern genutzt werden, um zur Wallfahrt nach Candelaria zu gelangen. Die Maßnahme betrifft sowohl Zugänge von der Nord- als auch von der Südseite der Insel und soll angesichts der aktuellen Waldbrandwarnung und der hohen Besucherzahlen während der Feierlichkeiten zur Virgen de Candelaria die Sicherheit der Menschen gewährleisten und das Risiko von Bränden minimieren. Die Sperrung bleibt bis zum Ende der Waldbrandwarnung durch die kanarische Regierung in Kraft.
Betroffen sind unter anderem die Wege Camino de los Jacobinos in Santa Úrsula, mehrere PR-Wanderwege aus El Sauzal, La Victoria und La Matanza sowie Forstpisten zwischen Güímar, Arafo und Candelaria. Als Alternative wird der traditionelle Camino Viejo de Candelaria ab der Ermita de Machado in El Rosario empfohlen, der weiterhin begehbar bleibt.
Die Entscheidung wurde vom Bereich für Umwelt, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle des Cabildo getroffen und dient vor allem dazu, Menschenansammlungen in waldreichen Gebieten zu vermeiden und den Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern. Die Präsidentin des Cabildo, Rosa Dávila, betont, dass die Maßnahme der Sicherheit der Pilger gilt, die diese wichtige religiöse Tradition auf Teneriffa pflegen. Gleichzeitig ruft sie die Bevölkerung dazu auf, die Sperrungen zu respektieren und die empfohlenen Alternativrouten zu nutzen, um die Wallfahrt trotz der Einschränkungen verantwortungsvoll zu gestalten.
Die Wallfahrt zur Virgen de Candelaria zählt zu den bedeutendsten Traditionen auf Teneriffa. Jährlich nehmen Hunderte Menschen aus verschiedenen Gemeinden der Insel daran teil, um auf historischen Pfaden wie dem Camino Viejo de Candelaria, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1499 zurückreichen, zu Fuß nach Candelaria zu pilgern. Die Sperrung der Wege erfolgt im Einklang mit geltenden Vorschriften, die der Verwaltung erlauben, den Zugang zu Waldgebieten bei erhöhter Brandgefahr oder im Rahmen von Notfallplänen zeitweise zu untersagen.
Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer bedeutet dies, dass sie sich auf geänderte Zugangsbedingungen einstellen müssen und die offiziellen Hinweise beachten sollten. Die Situation wird von den Behörden weiterhin beobachtet, und die Sperrung wird aufgehoben, sobald die Waldbrandgefahr nicht mehr besteht. Bis dahin bleibt der Camino Viejo als sicherer und zugänglicher Weg zur Wallfahrt erhalten, sodass die Tradition trotz der Einschränkungen fortgeführt werden kann.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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