Sinkende Flugkraftstoffpreise: Flugtickets bleiben trotz Ersparnis teuer – Tourismus (Flugzeuge Airport)

Sinkende Flugkraftstoffpreise: Flugtickets bleiben trotz Ersparnis teuer

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

22 August, 2026

Die Kosten für Flugkraftstoff haben sich nach dem starken Anstieg infolge des Kriegs im Nahen Osten Anfang des Jahres etwas entspannt. Während der Jet Fuel im Sommer deutlich unter den Höchstständen des Frühjahrs lag, sind die Flugticketpreise in vielen Teilen Europas weiter gestiegen. Dies sorgt bei Passagieren, auch auf den Kanarischen Inseln, für Unmut, da die Kostenersparnisse der Airlines bisher kaum an sie weitergegeben werden.

Der Jet Fuel-Preis lag laut dem Flugkonzern IAG Ende März bei etwa 1.725 US-Dollar pro Tonne, was ungefähr dem Doppelten des Werts von Ende Februar entspricht. Nach einem Hoch von fast 1.900 Dollar im April fiel der Preis im Juni auf 957 Dollar, bevor er Mitte August wieder auf etwa 1.300 Dollar anstieg. Trotz dieses Rückgangs gegenüber dem Frühjahr liegt der Preis deutlich über dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts.

Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) erwartet für 2026 einen durchschnittlichen Preis von 152 Dollar pro Barrel – fast 70 Prozent höher als 2025. Die weltweiten Ausgaben für Kerosin sollen von 252 auf 350 Milliarden Dollar steigen, was etwa 31,4 Prozent der Betriebskosten der Fluggesellschaften ausmacht.

Im Gegensatz zum sinkenden Kraftstoffpreis sind die Flugpreise in der EU im Juni weiterhin um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bei internationalen Flügen sogar um 4,5 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass Airlines die Kraftstoffkostensenkungen nicht unmittelbar an die Kunden weitergeben. Ein Grund dafür ist die Struktur der Kraftstoffverträge, die oft auf früheren Preisen basieren und somit Preissenkungen verzögern.

Zudem sind die Margen der Airlines unter Druck. Die IATA prognostiziert, dass der Nettogewinn der Branche 2026 auf etwa 23 Milliarden Dollar sinken wird – halb so viel wie im Vorjahr. Gleichzeitig planen viele Fluggesellschaften, ihre Kapazitäten stabil zu halten, was den Preisdruck mindert. Mit einer Auslastung von über 87 Prozent im Juni bleibt die Nachfrage hoch, sodass Airlines wenig Anreiz haben, Tickets deutlich günstiger anzubieten.

Unterschiede zeigen sich jedoch bei einzelnen Anbietern: Während IAG die Einnahmen pro Passagierkilometer im ersten Halbjahr leicht steigern konnte, senkte Ryanair seine Durchschnittspreise, um die Nachfrage anzukurbeln. Auch EasyJet verzeichnete sinkende Einnahmen pro Sitzplatz, bei gleichzeitig steigenden Kraftstoffkosten.

Für Verbraucher auf den Kanaren und in Europa bedeutet das, dass kurzfristig mit keinen großen Preisnachlässen bei Flugtickets zu rechnen ist. Experten sehen eine mögliche Trendwende erst nach dem Sommer, wenn die Nachfrage saisonal zurückgeht und der Jet Fuel-Preis auf einem moderateren Niveau bleibt. Insbesondere im kommenden Winter könnten Tickets wieder günstiger werden, wobei Billigflieger eher zu Preissenkungen neigen als größere Fluggesellschaften mit begrenzter Kapazität.

Für Reisende bleibt es daher wichtig, Preise genau zu beobachten und gegebenenfalls von Frühbucherrabatten oder Aktionen zu profitieren. Die Entwicklung der internationalen Konflikte und der Rohstoffmärkte wird weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung spielen.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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