Die kanarische Regierung wartet auf den Abschlussbericht zur internationalen Operation rund um das Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das nach einer Ablehnung durch die Behörden von Cabo Verde in den Gewässern der Kanaren anlegte. Der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, äußerte sich kritisch zu den Ankündigungen der Zentralregierung, die mit mehreren Ministern und hochrangigen Beamten vor Ort war. Er erklärte, dass der Anlegeprozess des Schiffes nicht wie geplant bis Montag fortgesetzt werden könne, da diplomatische Kontakte zu den Herkunftsländern der Passagiere notwendig seien.
Clavijo und sein Sprecher Alfonso Cabello versuchten, die Situation zu erklären, jedoch blieb die Diskussion über die Gesundheitskrise bei einem kürzlichen Treffen der Regierung eher oberflächlich. Stattdessen wurde das Thema Einwanderung aufgegriffen, was die Aufmerksamkeit von der aktuellen Krise ablenkte. Journalisten forderten Klarheit über die wiederholten Fehltritte der Regierung seit Beginn der Krise, während Cabello bestätigte, dass seit dem 5. Mai zahlreiche Koordinationsgespräche mit dem Gesundheitsministerium stattfanden.
Trotz der Vielzahl an Treffen gab es keine wissenschaftlichen oder medizinischen Berichte, die die alarmierenden Behauptungen der Regierung stützten. Cabello räumte ein, dass es keine Beweise für die von Clavijo geäußerten Bedenken bezüglich möglicher Gesundheitsrisiken an Bord des Schiffes gibt. Dies wirft Fragen zur Kommunikationsstrategie der kanarischen Regierung auf, die sich in der aktuellen Situation als ineffektiv erweist.
Quelle: eldiario.es
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