In den beiden Hauptstädten der Kanarischen Inseln sind die Kosten für geteilte Mietunterkünfte deutlich gestiegen und haben erstmals die 400-Euro-Grenze pro Monat überschritten. Laut einer aktuellen Untersuchung von Idealista für das zweite Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Mietpreis für ein Zimmer in Santa Cruz de Tenerife bei 430 Euro, während er in Las Palmas de Gran Canaria 407 Euro beträgt. Damit sind geteilte Unterkünfte in diesen Städten nicht mehr nur eine günstige Alternative für Studierende, sondern auch für Berufstätige und andere Mietergruppen mit begrenztem Budget.
Santa Cruz liegt mit 430 Euro pro Monat leicht über dem nationalen Durchschnitt von 425 Euro für geteilte Zimmer und zählt damit zu den teuersten Städten Spaniens in diesem Segment. Nur Barcelona, Palma und Madrid weisen mit Preisen von 600 beziehungsweise 550 Euro noch höhere Werte auf. Las Palmas reiht sich mit 407 Euro im Preisniveau ähnlich wie Girona ein, bleibt aber deutlich günstiger als Santa Cruz. Im Vergleich zu günstigeren spanischen Hauptstädten wie Jaén oder Badajoz, wo Zimmer durchschnittlich rund 250 Euro kosten, ist die Miete auf den Kanaren fast 180 Euro höher.
Die jährlichen Kosten für ein geteiltes Zimmer summieren sich damit auf rund 5.160 Euro in Santa Cruz und knapp 4.900 Euro in Las Palmas – ohne Nebenkosten wie Strom oder Wasser, die je nach Vertrag variieren können. Trotz eines deutlichen Anstiegs des Angebots an geteilten Zimmern in beiden Städten sind die Preise stabil hoch geblieben. So ist die Verfügbarkeit in Santa Cruz im Vergleich zum Vorjahr um 76 Prozent gestiegen, in Las Palmas sogar um 57 Prozent. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach solchen Unterkünften auf nationaler Ebene um rund 12 Prozent, was die hohe Preisgestaltung erklärt.
Die Entwicklung zeigt, dass geteilte Mietwohnungen auf den Kanaren zunehmend von einer studentischen Randlösung zu einer wichtigen Option für verschiedene Bevölkerungsgruppen werden, die sich keine eigenen Wohnungen leisten können. Für viele Mieter bedeutet dies jedoch weiterhin eine erhebliche finanzielle Belastung. Die steigenden Preise und die erhöhte Nachfrage könnten die Wohnsituation in den Hauptstädten der Kanaren weiter verschärfen.
Für Bewohner und Neuankömmlinge auf den Inseln ist diese Entwicklung relevant, da die Suche nach bezahlbarem Wohnraum schwieriger wird. Wer eine geteilte Unterkunft in Santa Cruz oder Las Palmas sucht, muss mit monatlichen Ausgaben oberhalb von 400 Euro rechnen. Die nächste wichtige Beobachtung wird sein, wie sich die Preise in den kommenden Quartalen entwickeln und ob das Angebot weiter wächst, um die Nachfrage zu entspannen.
Quelle: tenerifeweekly.com
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