Satellitendaten helfen Lanzarote und Galicien bei nachhaltiger Tourismussteuerung in Inseln (Fallback Lanzarote)

Satellitendaten helfen Lanzarote und Galicien bei nachhaltiger Tourismussteuerung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

29 August, 2026

Die Kanarische Insel Lanzarote und die spanische Region Galicien setzen seit kurzem auf moderne Satellitentechnologie der Europäischen Weltraumagentur (ESA), um ihre touristischen Gebiete nachhaltiger zu verwalten. Die französische Firma Murmuration, die 2019 gegründet wurde, nutzt hierfür Bilder und Daten der Sentinel-Satelliten, um Umweltparameter präzise zu erfassen und so die Belastbarkeit touristischer Ziele besser zu beurteilen.

Im Zentrum der Anwendung steht der von Murmuration entwickelte Index ECCT (Environmental Carrying Capacity for Tourism). Er kombiniert verschiedene Indikatoren wie Biodiversität, Luftqualität, Wasserverfügbarkeit, Vegetationsgesundheit und touristische Belastung. Die Sentinel-Satelliten liefern dabei unter anderem Daten zur Luftqualität und zum Zustand der Vegetation. Ergänzt werden diese durch weitere Informationen wie Landnutzungskarten, die eine differenzierte Bewertung der Umwelteinflüsse je nach Gebietstyp erlauben.

Mit Hilfe eines interaktiven Dashboards erhalten die Verantwortlichen vor Ort einen detaillierten Überblick über die ökologische Tragfähigkeit ihres Gebietes. Der ECCT-Wert reicht von 0 bis 100, wobei ein hoher Wert eine gute Umweltverträglichkeit signalisiert. Die Analyse zeigt, dass vor allem stark frequentierte Strandgebiete besonders unter touristischem Druck stehen und hier Maßnahmen zur Entlastung notwendig sind. Das System unterstützt die Entscheidungsträger dabei, Besucherströme gezielt umzulenken und so die Umweltbelastung zu minimieren.

Das Angebot richtet sich vor allem an öffentliche Stellen wie Städte, Regionen und Provinzen, die ihre touristische Entwicklung nachhaltiger gestalten möchten. Neben der Auswertung historischer und aktueller Satellitendaten kommen auch Künstliche Intelligenz und weitere Sensoren zum Einsatz, um die Datenanalyse zu beschleunigen und zu verfeinern. Insgesamt können über 60 verschiedene Indikatoren flexibel kombiniert werden, um auf die spezifischen Bedürfnisse eines Gebietes einzugehen.

Für Urlauber bedeutet die Nutzung dieser Technologie, dass ihr Reiseziel besser geschützt wird und die natürliche Umgebung langfristig erhalten bleibt. Für Anbieter und Verwaltungen eröffnet sich die Möglichkeit, Tourismusangebote gezielt zu steuern und Überlastungen zu vermeiden. Die Einführung des ECCT ist ein Schritt hin zu einem ausgewogeneren Tourismusmanagement, das ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt.

In Zukunft sollen weitere Regionen von dieser Methode profitieren. Die Kombination aus Satellitentechnik, Datenanalyse und lokalen Maßnahmen bietet eine innovative Grundlage, um touristische Ziele auf den Kanaren und darüber hinaus nachhaltiger zu gestalten. Für die Verantwortlichen bedeutet dies, dass sie ihre Planungen auf belastbare Umweltinformationen stützen können und so besser auf kurzfristige und langfristige Herausforderungen reagieren können.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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