Der Cabildo von Teneriffa treibt ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für das Industriegebiet El Chorrillo in Santa Cruz de Tenerife voran. Mit einem Investitionsvolumen von rund 12,6 Millionen Euro soll das Gebiet umfassend urbanisiert und besser in die umliegenden Wirtschafts- und Stadtbereiche integriert werden. Das Vorhaben, das im Rahmen des Projekts von insularer Bedeutung (PII) El Chorrillo Industrial bearbeitet wird, ist ein strategischer Schritt zur geordneten Entwicklung dieses Industrieareals.
Das Projekt umfasst eine detaillierte Planung der Sektoren SO-20 und Teile von SO-08, wobei eine neue Straßenstruktur, Grundstückseinteilungen und Freiflächen vorgesehen sind. Die Flächen werden als geordneter urbanisierbarer Boden (SUOR) für industrielle Nutzung ausgewiesen, um funktionale Räume zu schaffen, die den Anforderungen strategischer Infrastrukturen und wirtschaftlicher Aktivitäten gerecht werden.
Die Umsetzung der Bauarbeiten ist auf eine Dauer von 26 Monaten angesetzt. Dabei ist vorgesehen, die topographischen Besonderheiten der Region zu berücksichtigen, die Höhenunterschiede von mehr als 50 Metern aufweist. Ein zentraler Bestandteil der Planung ist ein großer Verkehrsweg, der als Rambla gestaltet wird, um die Erdbewegungen auszubalancieren und so eine nachhaltige Anpassung an das Gelände zu ermöglichen.
Neben der urbanistischen und infrastrukturellen Entwicklung ist auch der Schutz des kulturellen Erbes ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Dies betrifft insbesondere die archäologische Zone Lomo Gordo I, die als Kulturgut von besonderem Interesse (BIC) eingestuft ist, sowie die Felsgravurenstation Lomo Gordo II.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Verkehrsanbindung. Das Industriegebiet soll künftig besser mit dem Wissenschafts- und Technologiepark Cuevas Blancas sowie dem Industriepark San Isidro verbunden sein, was die wirtschaftliche Vernetzung der Metropolregion stärken wird.
Isabel de Esteban, die Direktorin der Insularen Planung, betont, dass es nicht nur um die Urbanisierung eines Industrieareals geht, sondern um eine ganzheitliche Ordnung eines strategisch wichtigen Raumes. Das Projekt sei das Ergebnis eines komplexen Verfahrens, das territoriale, städtebauliche, ökologische, zugänglichkeitsbezogene und denkmalpflegerische Anforderungen miteinander vereint.
Nach dem Beschluss im Regierungsrat soll das Projekt nun dem Plenum des Cabildos zur endgültigen Genehmigung vorgelegt werden. Anschließend ist ein Treffen mit der Stadtverwaltung von Santa Cruz geplant, um die reibungslose Umsetzung der Urbanisierungsmaßnahmen sicherzustellen.
Für Unternehmen und Beschäftigte in El Chorrillo bedeutet das Vorhaben eine verbesserte Infrastruktur und bessere Anbindungsmöglichkeiten. Die Maßnahmen schaffen die Voraussetzungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und eine bessere Einbindung in das städtische Umfeld. Die Umsetzung wird in den kommenden zwei Jahren stattfinden, wodurch sich die Rahmenbedingungen für das Industriegebiet maßgeblich verändern werden.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
Zum Original

