Die Inselverwaltung von Fuerteventura hat erreicht, dass die maritime Verbindung zur spanischen Halbinsel wieder aufgenommen wird. Die Präsidentin des Cabildos, Lola García, erhielt am 4. September eine offizielle Mitteilung der Generaldirektion der Handelsmarine, in der bestätigt wird, dass die zuständigen Stellen die Ausschreibung für die Vergabe der öffentlichen Fährlinie mit hoher Priorität vorantreiben. Diese zukünftige Ausschreibung sieht ausdrücklich einen Anlaufhafen auf Fuerteventura vor.
Die Wiederherstellung der Verbindung ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen der Inselverwaltung, der Gemeinden von Fuerteventura sowie der Handelskammer der Insel. Sie hatten sich geschlossen für die Wiederaufnahme der Fährverbindung eingesetzt, nachdem diese zuvor eingestellt worden war.
Die Unterbrechung der Verbindung hatte erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen für die Insel. Die Transportkosten über See sind dadurch um etwa 70 bis 78 Prozent gestiegen, was insbesondere für eine Insel mit einer insularen und peripheren Wirtschaft wie Fuerteventura zu spürbaren Mehrkosten führt. Diese Mehrkosten tragen letztlich die Verbraucher und kleine sowie mittlere Unternehmen vor Ort, was die Wettbewerbsfähigkeit der Insel deutlich beeinträchtigt.
Lola García bezeichnete die Wiederaufnahme der Fährverbindung als eine gerechtfertigte und strategisch wichtige Maßnahme für die Gegenwart und Zukunft Fuerteventuras. Sie fordert, dass Fuerteventura in der geplanten Ausschreibung als Pflichtanlaufhafen im Rahmen der öffentlichen Dienstleistungspflicht (Obligación de Servicio Público, OSP) berücksichtigt wird. Dies ist entscheidend, um die Versorgungssicherheit und Erreichbarkeit der Insel zu gewährleisten.
Die Inselverwaltung und die lokalen Gemeinden hatten mehrfach ihre Besorgnis über das Ausbleiben der Fährverbindung geäußert und verschiedene Schreiben an das Verkehrsministerium gerichtet. Auch die Handelskammer und weitere Institutionen der Insel schlossen sich diesem gemeinsamen Anliegen an, um die Bedeutung der Route für die wirtschaftliche Entwicklung und den Alltag der Bewohner zu unterstreichen.
Der nächste Schritt ist nun die formale Ausschreibung der Fährlinie, deren Vergabe zügig erfolgen soll. Sobald der Betreiber ausgewählt ist, wird die Verbindung wieder aufgenommen, was eine deutliche Entlastung für die Transportkosten auf der Insel verspricht und die Anbindung an das spanische Festland nachhaltig sichert.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
Zum Original

