Frühverrentung: Wenige Monate warten können Rentenhöhe deutlich erhöhen – Leben (Senioren)

Frühverrentung: Wenige Monate warten können Rentenhöhe deutlich erhöhen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

10 September, 2026

Für viele Arbeitnehmer, die lange gearbeitet haben, ist die Möglichkeit der vorzeitigen Rente ein zunehmend gefragter Weg, um früher aus dem Berufsleben auszuscheiden. Doch diese Entscheidung bringt auch finanzielle Konsequenzen mit sich, die nicht unterschätzt werden sollten. Alfonso Muñoz, ein Beamter der spanischen Sozialversicherung, warnt davor, die Altersrente zu früh zu beantragen, da dies die Rentenzahlungen dauerhaft reduzieren kann.

Die freiwillige vorzeitige Rente erlaubt es, bis zu zwei Jahre vor dem regulären Rentenalter auszusteigen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu zählen eine Mindestversicherungszeit von 35 Jahren insgesamt sowie mindestens zwei Jahre Beitragszahlung innerhalb der letzten 15 Jahre vor Rentenbeginn. Wer diese Bedingungen erfüllt, kann ab 63 Jahren (bei 38 Jahren und 3 Monaten Beitragszeit) oder ab 64 Jahren und 10 Monaten (bei kürzerer Versicherungszeit) vorzeitig in Rente gehen.

Allerdings wirken sich die vorgezogenen Monate auf die Höhe der Rente aus. Die Sozialversicherung wendet Abschläge an, die sich je nach der Anzahl der vorgezogenen Monate und der gesamten Beitragsdauer unterscheiden. Muñoz betont, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob man 24, 18 oder nur 12 Monate früher in Rente geht, da die Abschlagsprozente variieren. Deshalb rät er davon ab, automatisch die maximale Vorverrentung von zwei Jahren zu wählen, ohne die individuellen Auswirkungen zu prüfen.

Zur besseren Orientierung empfiehlt Muñoz die Nutzung des Renten-Simulators auf der offiziellen Plattform Tu Seguridad Social. Dieses Online-Tool ermöglicht es, das reguläre Rentenalter zu ermitteln und verschiedene Szenarien der vorzeitigen Rente zu vergleichen. Nutzer können verschiedene Daten eingeben, um zu sehen, wie sich eine Verschiebung des Rentenbeginns auf die Höhe der monatlichen Rentenzahlung auswirkt.

Darüber hinaus weist Muñoz darauf hin, dass auch die persönliche Situation vor Renteneintritt berücksichtigt werden sollte. Beispielsweise erhalten Personen, die eine bestimmte Leistung wie das Arbeitslosengeld für über 52-Jährige beziehen, weiterhin Rentenbeiträge. In solchen Fällen kann es finanziell vorteilhafter sein, die Rente nicht zu früh zu beziehen, da die Beitragszeiten so verlängert werden und sich positiv auf die spätere Rentenhöhe auswirken.

Die Entscheidung, wann genau die Rente beantragt wird, beeinflusst somit nicht nur den Zeitpunkt des Ruhestands, sondern auch die finanzielle Absicherung für viele Jahre danach. Ein paar Monate zu warten, kann die Rentenzahlungen spürbar erhöhen und so die finanzielle Situation im Alter verbessern. Arbeitnehmer sollten daher ihre individuelle Situation sorgfältig prüfen und sich vor einer vorzeitigen Rente gut informieren, um langfristige Nachteile zu vermeiden.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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