Fernando Clavijo, Präsident der Kanarischen Inseln, hat bei der Eröffnung des akademischen Jahres an der Universität La Laguna seine Zuversicht geäußert, dass in naher Zukunft eine Einigung über die Finanzierung der beiden öffentlichen Universitäten der Region erzielt wird. Diese Vereinbarung soll den Hochschulen „Ruhe und Stabilität“ verschaffen, auch wenn sie nicht alle Erwartungen vollständig erfüllen wird.
Clavijo hob hervor, dass die Verhandlungen bereits Vorteile für die Universitäten gebracht haben, da das Finanzierungsmodell von einem Professor einer öffentlichen Hochschule entwickelt wurde. Zudem seien wichtige Akteure in den Verhandlungen eng mit der autonomen Gemeinschaft verbunden: So war der verantwortliche Manager früher Auditor der Region, und der Rektor ist selbst Wirtschaftswissenschaftler.
Der Präsident dankte den Universitäten für ihre Unterstützung und Beratung bei zentralen Herausforderungen der Legislaturperiode, darunter die Energiewende, demografische Veränderungen und finanzielle Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die wichtige Rolle der Hochschulen bei der Bewältigung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen auf den Kanarischen Inseln.
In seiner Rede sprach Clavijo auch über die Bedeutung von Wahrheit und kritischem Denken in der heutigen Zeit. Er diskutierte mit dem Rektor Begriffe wie „Post-Wahrheit“ und „Vor-Lüge“ und betonte, dass Universitäten entscheidend sind, um die „Gesundheit der Demokratie“ zu sichern. Dies geschehe durch die Förderung von kritischem Denken, Dialog, Zuhören und der Fähigkeit, Kompromisse einzugehen. Gerade in einer Zeit, in der Konsens oft als Schwäche angesehen wird, sei dieser Ausdruck von Stärke von großer Bedeutung.
Clavijo wies darauf hin, dass wissenschaftliche Wahrheiten sich durch neue Erkenntnisse verändern können, weshalb die kontinuierliche Suche nach Wissen und die Förderung eines offenen Geistes unerlässlich sind. Dies helfe, freie Menschen zu formen, die fern von Hass und Täuschung leben.
Die erwartete Finanzierungsvereinbarung wird somit nicht nur die finanzielle Planungssicherheit der Universitäten verbessern, sondern auch ihre Rolle als zentrale Bildungs- und Forschungseinrichtungen auf den Kanarischen Inseln stärken. Die Einigung wird in den kommenden Wochen erwartet und könnte entscheidend für die weitere Entwicklung der Hochschullandschaft in der Region sein.
Quelle: tenerifeweekly.com
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