Der am Montag ausgebrochene Waldbrand in Cazadores, einem Gebiet in Telde auf Gran Canaria, konnte in den frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages unter Kontrolle gebracht werden. Das Feuer zerstörte rund 15 Hektar Waldfläche und führte zu vorsorglichen Evakuierungen von Anwohnern sowie zur Sperrung von Zufahrtsstraßen zur Cumbre.
Die Einsatzkräfte arbeiteten mehrere Stunden daran, die Flammen einzudämmen und ein weiteres Ausbreiten in der hochgefährdeten Zone zu verhindern. Ein Flug mit einem Hubschrauber am frühen Dienstagmorgen bestätigte, dass keine aktiven Glutnester mehr im Brandgebiet vorhanden sind. Dennoch wird die Umweltbehörde die Überwachung vor Ort fortsetzen, um eine vollständige Löschung sicherzustellen und mögliche Wiederaufflammungen zu verhindern.
Insgesamt waren fünf Luftfahrzeuge im Einsatz, die von Bodenteams unterstützt wurden. Die nächtlichen Arbeiten konzentrierten sich auf das Abkühlen und die Stabilisierung eines 1,5 Kilometer langen Brandperimeters. Mit Hilfe von leichter Technik wurde vor fünf Uhr morgens eine Verteidigungslinie fertiggestellt, um ein weiteres Vorrücken des Feuers zu verhindern.
Dank der günstigen Entwicklung konnten die Bewohner der vorsorglich geräumten Häuser bereits am Montagabend gegen 22 Uhr zurückkehren. Auch die Straßen zu den betroffenen Gebieten wurden wieder geöffnet. Glücklicherweise entstanden keine Personenschäden und es wurden weder Häuser noch Tiere oder andere Sachwerte beschädigt.
Die Koordination zwischen den verschiedenen Einsatzkräften, darunter die Umweltbehörde, das Notfallmanagement, lokale Polizei, der Zivilschutz, das Rote Kreuz sowie Sicherheitskräfte, wurde als entscheidend für die schnelle Eindämmung des Brandes hervorgehoben.
Der Waldbrand ereignete sich in einer Phase erhöhter Waldbrandgefahr auf Gran Canaria, die durch hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und Wind begünstigt wird. Die Wettervorhersagen kündigen weiterhin Temperaturen bis zu 37 Grad in exponierten Gebieten an, begleitet von Calima, der die Brandgefahr zusätzlich verstärkt.
Aufgrund der anhaltenden Gefahr bleiben strenge Einschränkungen in Kraft, etwa das Verbot von offenem Feuer, Pyrotechnik, landwirtschaftlichen Abbrennen sowie der Einsatz funkenbildender Maschinen in Waldnähe. Ebenso bleiben bestimmte Erholungsgebiete und Waldwege für die Öffentlichkeit gesperrt, mit Ausnahmen für Anwohner, öffentliche Dienste und Brandbekämpfungsteams.
Der jüngste Brand erinnert daran, dass die Region Cazadores und die umliegenden Mittelgebirgszonen von Telde bereits im Sommer von einem kleineren Feuer betroffen waren, das etwa 8 bis 10 Hektar Vegetation zerstörte. Auch damals konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden, ohne dass Häuser zu Schaden kamen.
Die Behörden rufen weiterhin zu erhöhter Vorsicht auf, da die Wetterlage das Risiko weiterer Brände in den kommenden Tagen auf Gran Canaria aufrechterhält. Die Überwachung und Präventionsmaßnahmen werden entsprechend fortgesetzt, um Einwohner und Besucher bestmöglich zu schützen.
Quelle: laprovincia.es
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