Die Sanierungsarbeiten an der Calle Soria im Stadtteil Marzagán von Las Palmas de Gran Canaria werden teurer als ursprünglich geplant. Das Projektbudget wurde um 19 Prozent auf etwa 216.580 Euro erhöht. Grund für die Mehrkosten sind während der Bauarbeiten entdeckte instabile Bodenverhältnisse, die eine Anpassung der Maßnahmen notwendig machen.
Die Straße, die strukturelle Schäden aufweist und die Stabilität der angrenzenden Wohnhäuser gefährdet, wird von der Firma Hermanos García Álamo S.L.U. instand gesetzt. Die Arbeiten umfassen die Entfernung des alten Straßenbelags, die Aushubarbeiten im betroffenen Bereich sowie den Einbau widerstandsfähigerer Materialien. Zudem wird eine neue Fahrbahnbauweise errichtet und das Entwässerungssystem verstärkt, um die Haltbarkeit der Straße zu erhöhen.
Ein zentrales Element des Projekts ist der Bau einer Stahlbeton-Stützmauer, die das Gelände stabilisieren und weitere Bodensetzungen verhindern soll. Die Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit verbessern und die Lebensdauer der Infrastruktur verlängern. Die Bauarbeiten konzentrieren sich auf einen rund 70 Meter langen Abschnitt der Straße, der am stärksten beschädigt ist.
Die Arbeiten wurden im Juni im Rahmen des Kooperationsplans des Cabildo von Gran Canaria ausgeschrieben und durch öffentliche Mittel finanziert. Während der Bauausführung stellte sich heraus, dass der Boden instabiler ist als ursprünglich angenommen. Dies führte dazu, dass die Baugrube vorübergehend abgedeckt wurde, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten und mögliche weitere Bodenbewegungen zu vermeiden. Zudem mussten Maßnahmen zum Schutz der Bäume innerhalb der Baustelle abgestimmt werden.
Die Anwohner der Calle Soria äußerten Sorgen über die Verzögerungen bei den Bauarbeiten und berichteten über Beeinträchtigungen wie eingeschränkte Ausfahrtsmöglichkeiten aus Garagen und zeitweise Ausfälle der Internetverbindung durch beschädigte Kabel. Der Stadtrat für Straßenbau konnte auf eine Anfrage hin keine aktuellen Informationen zum Stand der Arbeiten liefern.
Die Fertigstellung der Sanierung ist besonders vor der kommenden Regenzeit von Bedeutung, da ungesicherte Bodenverhältnisse bei Niederschlägen weitere Schäden und Gefahren für die Anwohner verursachen könnten. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Straßenoberfläche erneuert und die Entwässerungseinrichtungen ergänzt, um eine ordnungsgemäße Ableitung von Regenwasser sicherzustellen.
Die Fortsetzung der Bauarbeiten hängt nun von der Fertigstellung und Genehmigung des überarbeiteten Bauplans ab. Sobald diese vorliegen, soll die Firma die Arbeiten wieder aufnehmen und die Sanierung zügig abschließen. Für die Anwohner bedeutet dies eine verbesserte Verkehrssicherheit und eine stabilere Infrastruktur, allerdings müssen sie weiterhin mit Beeinträchtigungen während der Bauphase rechnen.
Quelle: laprovincia.es
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