Besucher von Los Cristianos müssen weiterhin mit eingeschränktem Zugang zur Playa Los Tarajales rechnen, da die natürliche Sandfläche des Strandes durch den Ausbau des Hafens stark verkleinert wurde und sich bisher nicht erholen konnte. Ursprünglich erstreckte sich die Sandküste der Bucht von Los Cristianos kilometerweit, doch seit den 1970er-Jahren hat der Hafen die Sandverteilung so verändert, dass der Sand heute im Hafenbecken eingeschlossen ist und mechanisch entfernt werden muss, um den Schiffsverkehr nicht zu behindern. Dadurch bleibt der Strandabschnitt mit Felsen bedeckt und nur schwer zugänglich für Badegäste.
Für Urlauber bedeutet dies, dass sie an der Playa Los Tarajales nicht mehr die weiten Sandflächen vorfinden, die einst ein beliebter Treffpunkt für Familien und junge Menschen waren. Die Einschränkungen wirken sich auch negativ auf das touristische Angebot in Los Cristianos aus, das traditionell stark von seinen Stränden lebt. Der örtliche Umweltschützer und Anwohnervertreter Jorge Bello betont, dass ohne Strandqualität auch der Tourismus leiden werde. Die Situation hat sich seit Jahrzehnten nicht verbessert, da der Hafen seit den 1980er-Jahren kontinuierlich erweitert wird und die natürliche Dynamik der Gezeiten durch Hafenanlagen stark gestört ist.
Fachleute aus Biologie und Küstenforschung bestätigen, dass der Sand, der früher die Playa Los Tarajales bedeckte, durch die Hafeninfrastruktur im Inneren des Hafens angesammelt wird. Dort bildet er Schlammablagerungen, die regelmäßig entfernt werden müssen, um Hafenbetrieb und Schutz des Hauptstrandes in Los Cristianos zu gewährleisten. Die natürliche Regeneration des Strandes ist somit praktisch ausgeschlossen, solange der Hafen weiter wächst.
Die Behörden haben das Problem seit 2018 auf die Agenda gesetzt und erste Maßnahmen zur Erneuerung der Uferpromenade umgesetzt. Im Jahr 2022 wurden im Rahmen der staatlichen Haushaltsmittel zwei Millionen Euro für die Strandregeneration bereitgestellt, die bis 2026 umgesetzt werden sollten. Allerdings liegen bisher keine konkreten Informationen zum Fortschritt des Projekts vor, und es besteht Unsicherheit über die Finanzierung und den Umfang der Maßnahmen. Zudem sind wichtige Grundstücksexpropriationen für die geplante Strandrenaturierung bislang nicht abgeschlossen.
Für die Gemeinde Arona und die Tourismusbranche ist der Erhalt und die Wiederherstellung der Playa Los Tarajales von großer Bedeutung. Sollte die Strandfläche dauerhaft verloren gehen, könnte dies langfristig negative wirtschaftliche Folgen für die Region haben. Die nächsten Monate sind daher entscheidend, um die Fördermittel zu nutzen und konkrete Schritte zur Strandregeneration einzuleiten. Ohne Fortschritte droht die Verschlechterung der Strandqualität weiterhin den Erholungssuchenden und dem lokalen Tourismus erheblich zu schaden.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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