Repsol sichert Querosenversorgung für den spanischen Tourismussektor im Sommer – Tourismus (Flugzeuge Airport)

Repsol sichert Querosenversorgung für den spanischen Tourismussektor im Sommer

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

13 April, 2026

Der CEO von Repsol, Josu Jon Imaz, hat am Montag in einer klaren Stellungnahme die Vorbereitungen Spaniens auf mögliche Kerosinversorgungsengpässe hervorgehoben. Während des Forums ‚Wake Up, Spain‘ betonte er, wie entscheidend die zuverlässige Versorgung mit Kerosin für den spanischen Tourismussektor ist. Diese Branche ist nicht nur eine der Säulen der spanischen Wirtschaft, sondern auch von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität vieler Menschen, die auf den Kanaren leben und arbeiten. Der Tourismus ist für die Kanarischen Inseln eine Lebensader: Er schafft Arbeitsplätze, sichert Einkommen und fördert die lokale Wirtschaft.

Um die Versorgung sicherzustellen, hat Repsol bereits im März seine Lagerbestände um 1,2 Milliarden Euro erhöht und investiert in die Raffinerie Petronor, um die Produktionskapazität um 15 bis 20 Prozent zu steigern. Diese Maßnahmen sind besonders relevant für die Kanaren, wo Touristen vor allem auf Flugreisen angewiesen sind, um die Inseln zu erreichen. Ein Ausbleiben der Kerosinversorgung könnte nicht nur zu steigenden Preisen führen, sondern auch zu Flugausfällen und damit zu einem erheblichen Rückgang der Touristenzahlen. Für die vielen Unternehmer, die auf den Kanaren tätig sind, von Hoteliers bis zu Restaurantbesitzern, ist dies eine alarmierende Vorstellung.

Imaz wies darauf hin, dass die Diversifizierung der Rohstoffquellen Spanien in eine bessere Position bringt als viele andere europäische Länder. Rund 60 Prozent des in Spanien verwendeten Öls stammen aus Amerika, während etwa 30 Prozent aus Afrika kommen. Diese Strategie reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und macht das Land widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen. In einer Zeit, in der geopolitische Spannungen und Unsicherheiten zunehmen, ist diese Diversifizierung ein wichtiges Sicherheitsnetz.

Im Vergleich zur Energiekrise von 2022, die durch den Ukraine-Konflikt ausgelöst wurde, ist die aktuelle Situation anders. Imaz erklärte, dass es diesmal nicht nur um steigende Preise, sondern um tatsächliche Engpässe bei der Verfügbarkeit von Kerosin geht. Die Straße von Hormuz, ein kritischer Schifffahrtsweg, ist für fast 20 Prozent des weltweit transportierten Rohöls verantwortlich. Darüber hinaus stammen 45 Prozent des Kerosins in Europa aus dem Persischen Golf, dessen Lieferungen derzeit durch geopolitische Spannungen beeinträchtigt sind. Selbst im besten Fall, wenn der Konflikt sofort enden würde, könnte es bis zu fünfzehn Wochen dauern, bis sich die Lage stabilisiert. Dies bedeutet, dass die Preise und die Verfügbarkeit von Kerosin in naher Zukunft ungewiss bleiben.

Imaz kritisierte zudem die Schließung von elf der 81 Raffinerien in Europa seit Beginn der Ukraine-Krise. Diese Schließungen haben die Raffineriekapazitäten erheblich reduziert und könnten sich langfristig negativ auf die europäische Energieversorgung auswirken. Für die Kanaren, die stark auf den Luftverkehr angewiesen sind, könnte dies bedeuten, dass die Inseln anfälliger für Versorgungsengpässe werden. Die aktuellen Entwicklungen erfordern ein wachsames Auge und proaktive Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität und die Lebensqualität auf den Kanaren zu sichern.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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