Die kanarische Regierung hat ein neues Programm zur Überwachung von Meeresmüll ins Leben gerufen, das im Rahmen des europäischen Projekts CIRCULAROCEAN umgesetzt wird. Unter der Leitung von Mariano Hernández Zapata, dem Minister für Transitionsökologie und Energie, zielt dieses Projekt darauf ab, die Präsenz und die Eigenschaften von Abfällen an 30 Stränden des Archipels zu analysieren. Die Erhebung von vergleichbaren und zuverlässigen Daten soll dazu beitragen, effektivere Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen von Müll im marinen Umfeld zu entwickeln.
Der Programmstart erfolgt im April mit saisonalen Erhebungen an den ausgewählten Stränden, einschließlich des kleinen Eilands Alegranza. Die gesammelten Daten werden Informationen über die Menge, Art und Herkunft der Abfälle liefern, was eine Analyse ihrer zeitlichen Entwicklung ermöglicht und die Planung von Reduktionsmaßnahmen verbessert. Ein zentrales Element des Programms ist die Schaffung eines standardisierten Datensystems, das einen Vergleich zwischen verschiedenen Regionen der Kanaren und eine Angleichung an europäische Methoden ermöglicht.
Das CIRCULAROCEAN-Projekt ist Teil des INTERREG MAC 2021-2027 Programms, das durch EU-Fonds kofinanziert wird. Es vereint 15 Organisationen aus europäischen Regionen wie den Azoren und Madeira sowie aus afrikanischen Ländern wie Kap Verde, Ghana und São Tomé und Príncipe. Ziel ist es, ein Modell der Kreislaufwirtschaft im marinen Bereich zu fördern, das die Abfallreduzierung und die Verbesserung des Abfallmanagements durch Wissen, Zusammenarbeit und die Entwicklung gemeinsamer Werkzeuge vorantreibt. Dieses Programm wird die internationale Zusammenarbeit stärken und die Position der Kanaren im Kampf gegen die Meeresverschmutzung festigen.
Quelle: Gobierno de Canarias – Noticias
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