Candelaria Delgado, die Ministerin für Soziale Wohlfahrt der Kanarischen Inseln, hat im Parlament eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die spanische Regierung gefordert, um die sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut zu intensivieren. Am Dienstag, dem 14. November, betonte sie die positiven Entwicklungen in Bezug auf die Armutsindikatoren, die durch die Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) belegt sind. So ist die Armutsquote in den Kanaren von 38,3 % im Jahr 2021 auf 31,9 % gesunken, was 120.014 Menschen weniger in der AROPE-Kategorie bedeutet.
Delgado wies darauf hin, dass auch der Anteil der Menschen, die einem Armutsrisiko ausgesetzt sind, von 28,4 % auf 22,9 % gesenkt werden konnte. Diese Fortschritte sind auch mit einer Verbesserung der Beschäftigungssituation verbunden, da die Zahl der Menschen in Niedriglohnjobs von 21,3 % auf 12,4 % gesenkt wurde. Zudem haben Berichte von FOESSA und Cáritas eine Verringerung der sozialen Ausgrenzung dokumentiert.
Im Rahmen des ‚Decreto Canarias‘ fordert Delgado konkrete Maßnahmen, darunter die Mitverwaltung des Mindesteinkommens, um bürokratische Hürden abzubauen, sowie eine stabile staatliche Finanzierung, solange die Kanaren über dem nationalen Durchschnitt liegen. Weitere Vorschläge umfassen die Sicherstellung der Kompatibilität von Zusatzleistungen zu nicht beitragsgedeckten Renten und eine jährliche Zuweisung von 28 Millionen Euro zur Gewährleistung kostenloser Plätze in der frühkindlichen Bildung.
Für das Jahr 2026 ist ein Budget von 184,64 Millionen Euro für die Sozialdienste vorgesehen, was einem Anstieg von 9,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Renta Canaria de Ciudadanía, die als umfassendes Unterstützungsinstrument dient, wird auf 113,3 Millionen Euro aufgestockt und soll 13.000 Haushalte erreichen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die soziale Inklusion zu fördern und die Lebensbedingungen der vulnerablen Bevölkerung zu verbessern.
Quelle: Gobierno de Canarias – Noticias
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