Die Brüder Pedro und Tomás Chávez aus La Orotava stehen am Ende eines traditionsreichen Handwerks, das vor 40 Jahren noch von über zwanzig Werkstätten in der Region geprägt war. Heute gibt es kaum noch Nachfolger, die diesen Beruf erlernen möchten. Trotz der Herausforderungen betonen die beiden, dass man von diesem Handwerk, auch wenn es nicht reich macht, ein würdevolles Leben führen kann.
Ihr kleiner Werkstattbereich von nur zehn Quadratmetern ist ein Ort, der an vergangene Zeiten erinnert. Überall liegen Schuhe, Werkzeuge und Materialien, die den Charme des Handwerks versprühen. Die Brüder, 61 und 59 Jahre alt, sind sich bewusst, dass sie zu den letzten ihrer Art zählen. Sie befürchten, dass in Zukunft kaum noch traditionelle Schuhmacher in ganz Spanien zu finden sein werden, da der Konsum von günstigen Schuhen aus Ländern wie China und Indien stark zugenommen hat.
Die Brüder Chávez haben ihre Fähigkeiten von ihrem Vater, Pedro Chávez Trujillo, geerbt, der 1951 die Zapatería Chávez gründete. Damals gab es in La Orotava noch zahlreiche Mitbewerber. Heute sind sie eine Ausnahmeerscheinung in einer Branche, die zunehmend vom Wegwerfen statt vom Reparieren geprägt ist. Ihre Expertise umfasst nicht nur das Reparieren von Schuhen, sondern auch das Anpassen und Restaurieren von Taschen und anderen Lederwaren. Die Zukunft des Handwerks bleibt ungewiss, aber die Brüder setzen sich für den Erhalt ihrer Tradition ein.
Quelle: eldiario.es
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