Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff ‚MV Hondius‘ hat drei Todesfälle verursacht. Eine britische Person, die schwer erkrankt ist, wurde nach Südafrika verlegt, wo die Behörden schnell Unterstützung zugesichert haben. Die europäische Sektion der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, dass die Situation unter Kontrolle sei und kein Risiko für die allgemeine Bevölkerung bestehe.
Die WHO arbeitet eng mit den betroffenen Ländern zusammen, um medizinische Hilfe, Evakuierungen und Risikobewertungen durchzuführen. Henri Kluge, der Direktor der WHO-Regionalbüros für Europa, betonte, dass die Übertragung des Hantavirus zwischen Menschen selten sei und meist durch Kontakt mit infizierten Nagetieren erfolge. Dennoch können die Folgen bei einer Übertragung gravierend sein, wie die aktuellen Fälle zeigen.
Kluge versicherte, dass der allgemeine Gesundheitsrisiko niedrig bleibe und es keinen Anlass zur Sorge oder zur Einführung von Reisebeschränkungen gebe. Der Vorfall diene als Erinnerung, dass Gesundheitsbedrohungen keine Grenzen kennen und internationale Zusammenarbeit entscheidend ist. Das Kreuzfahrtschiff ‚MV Hondius‘ war am 20. März von Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens, zu Erkundungsreisen in die Arktis und Antarktis aufgebrochen.
Quelle: eldiario.es
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