Die Zahl der femiziden Gewalttaten in den Kanaren hat mit dem Mord an María Gema, einer 57-jährigen Frau aus Santa Úrsula, einen neuen Höchststand erreicht. Ihre Ex-Partnerin tötete sie und verletzte dabei auch ihre Mutter schwer, die sich derzeit im Krankenhaus befindet. Der mutmaßliche Täter wurde in Untersuchungshaft genommen.
Die feministische Initiative auf Gran Canaria hat an diesem Freitag eine Protestveranstaltung abgehalten, um ihrer Wut und Trauer Ausdruck zu verleihen. Die Red Feminista betont, dass die steigende Zahl der Gewalttaten gegen Frauen alarmierend ist. Bislang wurden in diesem Jahr 19 Frauen ermordet, und drei Kinder sind Opfer von Gewalt durch Angehörige geworden.
Die Organisation kritisiert die Untätigkeit der Behörden und fordert konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Mari Paz Bernal, eine Sprecherin der Red Feminista, hebt hervor, dass die Institutionen, insbesondere das Instituto Canario de Igualdad, nicht ausreichend reagieren.
Die feministische Bewegung fordert zudem eine umfassende Ausbildung in den Bereichen Justiz, Polizei, Gesundheit und Bildung, um die gesellschaftlichen Strukturen zu ändern, die solche Gewalttaten begünstigen. Die Red Feminista appelliert an die Gesellschaft, sich aktiv gegen alltäglichen Machismo zu stellen und nicht nur bei Vorfällen zu reagieren, sondern präventiv zu handeln.
Quelle: eldiario.es
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