Evakuierung spanischer Bürger vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius abgeschlossen auf Teneriffa (Hafen)

Evakuierung spanischer Bürger vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius abgeschlossen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

10 Mai, 2026

Am Sonntag, den 10. Mai 2026, landete ein Militärflugzeug mit 14 spanischen Passagieren des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius in Madrid. Diese Evakuierung war notwendig geworden, nachdem ein Hantavirus-Ausbruch an Bord des Schiffes festgestellt wurde. Das Kreuzfahrtschiff lag vor Anker in der Nähe des Hafens von Granadilla auf Teneriffa, als die Gesundheitsbehörden die Situation als kritisch einstuften. Die Rückkehrer, darunter 13 Passagiere und ein Crewmitglied, wurden um 14:00 Uhr Ortszeit an der Luftwaffenbasis Torrejón de Ardoz empfangen.

Die spanischen Staatsbürger, die nun sicher zurück in ihrer Heimat sind, stammen aus verschiedenen Regionen des Landes. Fünf von ihnen kommen aus Katalonien, drei aus Madrid, weitere drei aus dem Fürstentum Asturien sowie je einer aus Castilla y León, Galicien und der Gemeinschaft Valencia. Diese Diversität zeigt, wie international die Kreuzfahrtbranche ist und wie schnell sich ein Gesundheitsrisiko auf Reisende aus unterschiedlichen Regionen auswirken kann.

Nach ihrer Ankunft in Madrid wurden die Evakuierten im Hospital Central de la Defensa ‚Gómez Ulla‘ unter Quarantäne gestellt, die voraussichtlich 42 Tage dauern wird. Diese Maßnahme ist entscheidend, um sicherzustellen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet. Hantaviren sind zwar selten, können aber ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Die Quarantäne ist eine Vorsichtsmaßnahme, die nicht nur den Rückkehrern, sondern auch der Allgemeinheit zugutekommt. Für viele der Passagiere könnte die Quarantäne eine zusätzliche emotionale Belastung darstellen, da sie von ihren Familien und Freunden getrennt sind.

Die Evakuierungsaktion begann um 09:40 Uhr, nachdem die Gesundheitsbehörden bestätigt hatten, dass sowohl Passagiere als auch Crewmitglieder asymptomatisch waren. Dies war eine Erleichterung für die Verantwortlichen, da asymptomatische Träger oft schwer zu identifizieren sind. Die Rückkehrer trugen FFP2-Masken als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme und durften nur das Nötigste an persönlichen Gegenständen mitnehmen. Der Transport zum Flughafen Tenerife Sur dauerte etwa zehn Minuten und wurde von der Guardia Civil sowie der Unidad Militar de Emergencias (UME) begleitet, um die Sicherheit während des Transports zu gewährleisten.

Am Flughafen angekommen, wurden die ersten Passagiere um 10:20 Uhr erwartet. Dort erhielten sie eineinhalb Stunden lang persönliche Schutzausrüstung, bevor sie an Bord des Militärflugzeugs gingen, das kurz vor Mittag abhob. Für die Passagiere war dies nicht nur ein langer und emotional belastender Tag, sondern auch ein Beispiel dafür, wie wichtig schnelle Reaktionen in Krisensituationen sind.

Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren ist dieser Vorfall ein klarer Hinweis darauf, wie wichtig es ist, sich über gesundheitliche Risiken im Klaren zu sein, besonders bei Reisen auf Kreuzfahrtschiffen. Die Kanaren, als beliebtes Reiseziel, müssen wachsam bleiben, um die Sicherheit der Touristen und Einheimischen zu gewährleisten. Die Ereignisse rund um die MV Hondius zeigen, dass Gesundheit und Sicherheit immer an erster Stelle stehen sollten, und dass auch in Zeiten der Krise eine schnelle und effektive Reaktion entscheidend ist.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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