Am Samstagmorgen versammelten sich rund 50 Personen vor dem Loro Parque in Puerto de la Cruz, um gegen die Haltung von Meeressäugern in Zoos zu protestieren. Die Demonstranten riefen Slogans wie „Keine Wassergefängnisse mehr, wir fordern ein freies Leben für die Cetaceen“ und „Sie sind keine Clowns, sie haben das Recht auf Freiheit“. Die Veranstaltung wurde von der Organisation Empty the Tanks initiiert und fand gleichzeitig in mehreren Zoos weltweit statt. Die Polizei war mit mehreren Beamten vor Ort, was die Protestierenden auf frühere Vorfälle bei ähnlichen Veranstaltungen zurückführten.
Die Organisatoren betonten, dass die Protestierenden nicht gegen die Besucher oder Mitarbeiter des Zoos gerichtet seien, sondern vielmehr auf das Leid der Tiere aufmerksam machen wollten. Trotz einiger verbaler Angriffe von Passanten, die den Protest als sinnlos bezeichneten, blieben die Demonstranten friedlich und konzentrierten sich auf ihre Botschaft.
Einige der Redner, wie Teresa García von Imagine Canarias, erklärten, dass die geringe Teilnehmerzahl teilweise auf die wirtschaftliche Bedeutung des Zoos für die Region zurückzuführen sei. Zudem fiel der Protesttermin mit dem Festival Mueca zusammen, was einige Interessierte ablenkte.
Die Teilnehmer forderten ein Umdenken in der Gesellschaft und wiesen darauf hin, dass viele Menschen die Realität der Gefangenschaft von Delfinen und anderen Meeressäugern nicht kennen. Sie hoben hervor, dass diese Tiere fühlende Wesen sind und nicht für Unterhaltungszwecke ausgebeutet werden sollten. Die Protestierenden forderten die Schaffung von marinen Schutzgebieten als Alternativen zu den aktuellen Zoo-Bedingungen.
Quelle: eldiario.es
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