Spanien steht kurz davor, in diesem Jahr die Marke von 100 Millionen internationalen Touristen zu überschreiten. Dies wurde während des Foro Hosteltur in Madrid von Oriol Aspachs, dem Direktor für spanische Wirtschaft bei Caixabank Research, bekannt gegeben. Trotz der geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere im Nahen Osten, zeigen die aktuellen wirtschaftlichen Indikatoren eine positive Entwicklung. Aspachs betonte, dass die spanische Wirtschaft und der Tourismussektor in den letzten Jahren stark gewachsen sind und derzeit keine Anzeichen für eine Erschöpfung zeigen.
Um den Anstieg der Besucherzahlen bewältigen zu können, fordert Íñigo Fernández de Mesa, Präsident des Instituts für Wirtschaftsstudien (IEE), eine dringende Verbesserung der Infrastruktur. Er wies darauf hin, dass die gegenwärtigen Einrichtungen unzureichend und teilweise veraltet sind. Ein kürzlich durchgeführtes IEE-Studie zeigt, dass der Wert der Infrastruktur in Spanien von 44 % des BIP im Jahr 2009 auf aktuell 34 % gesunken ist. Fernández de Mesa plädiert für eine Regelung, die sicherstellt, dass der Wert der Infrastruktur mittelfristig wieder auf 40 % des BIP angehoben wird.
Zusätzlich berichtete Aspachs, dass der Tourismus trotz der Unsicherheiten in den Hauptquellenländern wie dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Frankreich ansteigt, während die Ausgaben asiatischer Reisender seit Beginn des Konflikts zurückgegangen sind. Der Anstieg der touristischen Ausgaben in Spanien zeigt sich auch in den Transaktionen über die Karten von Caixabank. Experten sind optimistisch, dass Spanien weiterhin ein beliebtes Reiseziel bleibt, auch wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts in der Energieversorgung und Inflation langfristig spürbar sein könnten. Die Notwendigkeit, in neue Technologien zu investieren, um das Kundenerlebnis zu verbessern, wurde ebenfalls hervorgehoben.
Quelle: hosteltur.com
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