Ärzte-Hungerstreik auf den Kanaren: Nur 9,69 Prozent beteiligen sich – Gesundheit (Arztpraxis)

Ärzte-Hungerstreik auf den Kanaren: Nur 9,69 Prozent beteiligen sich

User avatar placeholder
Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

20 Mai, 2026

In der Gesundheitsversorgung auf den Kanarischen Inseln hat der nationale Ärzteprotest gegen die Reform des Estatuto Marco am Dienstag, dem 19. Mai, eine Beteiligung von 9,69 Prozent verzeichnet. Von den insgesamt 4.551 betroffenen Ärzten im Servicio Canario de la Salud (SCS) haben 441 Ärzte an der Protestaktion teilgenommen. Die Reform des Estatuto Marco, die vom spanischen Ministerium für Gesundheit vorgeschlagen wurde, sorgt für Unruhe unter den medizinischen Fachkräften.

Insgesamt wurden 6.039 Mediziner zu dem Streik aufgerufen. Die Verteilung der Teilnahme zeigt signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Inseln. Auf Gran Canaria nahmen 259 von 1.890 betroffenen Ärzten an dem Streik teil, was einer Beteiligung von 13,7 Prozent entspricht. In Teneriffa lag die Teilnahme mit 174 von 2.073 betroffenen Ärzten bei 8,39 Prozent.

Die Insel Lanzarote verzeichnete eine Teilnahme von nur 5,35 Prozent, da lediglich 15 von 282 betroffenen Ärzten streikten. Auf Fuerteventura lag die Beteiligung sogar nur bei 2,24 Prozent, mit sieben von 313 Ärzten. Auch auf La Palma nahmen nur sieben von 160 Ärzten teil, was 4,38 Prozent entspricht. Auf den Inseln La Gomera und El Hierro gab es keinerlei Teilnahme an der Streikaktion.

Trotz der Proteste verlief der Montagmorgen ohne nennenswerte Vorfälle. Für die Patienten sind 1.121 Mitarbeiter in den sogenannten Mindestdiensten im Einsatz, um eine Grundversorgung sicherzustellen. Die Gesundheitsbehörde hat die Situation unter Kontrolle und hat angekündigt, die Auswirkungen des Streiks auf die Patientenversorgung zu überwachen.

Die Gründe für die Unzufriedenheit der Ärzte sind vielfältig. Viele fordern bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung für ihre Leistungen. Die Reform des Estatuto Marco wird als eine weitere Belastung wahrgenommen, die die ohnehin schon angespannte Situation im Gesundheitssektor verschärfen könnte.

Für Urlauber und Einheimische auf den Kanaren bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Gesundheitsversorgung ist ein zentrales Thema, das sowohl für Residenten als auch für Touristen von Bedeutung ist. Die Behörden raten, sich im Vorfeld über die aktuellen Entwicklungen zu informieren, um im Bedarfsfall rechtzeitig eine adäquate medizinische Versorgung sicherzustellen.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Deutschsprachige Kleinanzeigen für alle Kanaren-Inseln: Immobilien, Jobs, Fahrzeuge, Dienstleistungen und mehr – jetzt Angebote entdecken oder kostenlos inserieren.

→ Anzeigen entdecken

Kanaren-Nachrichten
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.