Am Montag, dem 16. Februar, fand in Spanien ein nationaler Ärzte-Hungerstreik statt, der sich gegen die Reformvorschläge des Gesundheitsministeriums richtete. In den Kanarischen Inseln lag die Beteiligung bei 15,89 Prozent, wie die regionale Gesundheitsbehörde, die Consejería de Sanidad, mitteilte. Von insgesamt 7.003 im Archipel eingesetzten Ärzten waren 3.890 direkt von der Streikankündigung betroffen. Von diesen unterstützten 618 Fachkräfte den Protest.
Die höchste Beteiligung registrierte die Gesundheitsregion Gran Canaria, wo 319 von 1.454 betroffenen Ärzten am Streik teilnahmen. Dies entspricht einer Beteiligung von 21,94 Prozent. Auch auf Teneriffa war die Resonanz spürbar, hier schlossen sich 290 von 1.967 Ärzten, also 14,74 Prozent, dem Streik an. In Lanzarote beteiligten sich 22 von 213 Ärzten (10,33 Prozent), während auf Fuerteventura nur fünf von 262 betroffenen Ärzten (1,91 Prozent) den Aufruf zur Streikunterstützung annahmen.
Die anderen Inseln zeigten geringere Zahlen: In La Palma beteiligten sich drei von 115 (2,61 Prozent), und auf El Hierro ein von sieben Ärzten (14,29 Prozent). Interessanterweise gab es in La Gomera keine Streikbeteiligung. Trotz der Proteste verlief der Streiktag ohne nennenswerte Zwischenfälle. Insgesamt waren 1.273 Fachkräfte in Notdiensten im Einsatz, um die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten.
Der Hintergrund des Streiks ist eine geplante Reform des Statuts für das Gesundheitswesen, die unter den Ärzten auf Widerstand stößt. Die Fachkräfte befürchten, dass die Änderungen negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Patientenversorgung haben könnten. Die regionalen Gesundheitsbehörden zeigen sich jedoch optimistisch, dass eine Einigung mit den Ärzten erzielt werden kann, um die Situation zu entschärfen.
Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanarischen Inseln bedeutet diese Entwicklung, dass die medizinische Versorgung trotz des Streiks weitgehend gesichert bleibt. Die meisten Kliniken und Arztpraxen haben Notfallpläne aktiviert, um die Patienten weiterhin angemessen betreuen zu können. Urlauber und Einwohner sollten sich jedoch bewusst sein, dass es in den kommenden Wochen möglicherweise zu Verzögerungen bei regulären Terminen kommen kann. Die Situation bleibt dynamisch, und es wird empfohlen, sich vor einem Arztbesuch über die aktuelle Lage zu informieren.
Quelle: fuerteventuradigital.com
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