125.000 neue Wohnungen in den Kanaren möglich – Obvia-Studie – Wohnen (Sozialwohnung)

125.000 neue Wohnungen in den Kanaren möglich – Obvia-Studie

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

26 Mai, 2026

Das Observatorio Canario de la Vivienda (Obvia) hat in seinem jüngsten Bericht die Verfügbarkeit von urbanem Bauland auf den Kanarischen Inseln analysiert. Demnach besteht die Möglichkeit, rund 125.000 neue Wohnungen zu errichten, sowohl im privaten als auch im sozialen Wohnungsbau. Diese Zahl übersteigt deutlich den in den letzten Jahren entstandenen Wohnungsengpass und bietet somit eine vielversprechende Perspektive für die Region.

Die Studie, die auf umfassenden Datenanalysen aus dem Bereich der Stadtplanung und Katasterinformationen basiert, identifiziert über 41.800 Parzellen, die als konsolidiertes Bauland mit Wohnpotenzial eingestuft sind. Dies zeigt, dass der bestehende Bebauungsplan ausreichend Spielraum bietet, um die Wohnungsversorgung zu erhöhen, ohne dass neues Bauland erschlossen werden muss.

Allerdings betont der Bericht, dass das Hauptproblem des Wohnungsmarktes auf den Kanaren nicht der Mangel an Baugrund ist, sondern die Herausforderungen bei der Umsetzung von Bauvorhaben. Obwohl der Bau von Wohnungen seit 2023 zugenommen hat, liegt das Tempo der Bautätigkeit immer noch hinter den Werten vor der Finanzkrise zurück, während die Nachfrage kontinuierlich steigt.

Die Ursachen für diese Situation sind vielfältig. Der Bericht nennt die Komplexität der städtebaulichen Vorschriften, die administrativen Kapazitätsengpässe sowie die stetig steigenden Baukosten als wesentliche Faktoren, die die Realisierung neuer Wohnprojekte erschweren. Um diese Herausforderungen zu meistern, wurden neue gesetzliche Rahmenbedingungen eingeführt, wie das Dekretgesetz 3/2025, das darauf abzielt, die Genehmigungsprozesse für Bauanträge zu beschleunigen und den Wohnungsbau zu fördern.

Die Analyse zeigt zudem, dass die meisten Baukapazitäten in den beiden größten Inseln, Teneriffa und Gran Canaria, konzentriert sind. Dies ermöglicht eine detaillierte Betrachtung des Wohnpotenzials in den einzelnen Regionen und bildet eine wertvolle Grundlage für politische Entscheidungen im Bereich der Stadtentwicklung.

Die Studie differenziert auch zwischen verschiedenen Wohnungstypen, basierend auf der Größe der verfügbaren Parzellen. So könnten mehr als 114.000 Wohnungen im Mehrfamilienhausbau und etwa 11.000 Einfamilienhäuser realisiert werden. Dieser umfassende Bericht ist Teil der Bemühungen des Observatorio Canario de la Vivienda, verlässliche Daten über den Immobiliensektor bereitzustellen, um die Gestaltung effektiverer öffentlicher Wohnbaupolitik zu unterstützen.

VISOCAN, die öffentliche Gesellschaft des Kanarischen Regierungs, spielt eine zentrale Rolle in der Förderung von Sozialwohnungen und der territorialen Planung auf den Inseln. Mit über 6.200 verwalteten Wohnungen und einem Vermögen von 373,5 Millionen Euro setzt sich VISOCAN dafür ein, den Wohnraumbedarf der Bevölkerung zu decken und eine nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten.

Quelle: gomeratoday.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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