Wasserkrise auf Lanzarote: Canal Gestión fordert rechtliche Klärung in Inseln (Fallback Lanzarote)

Wasserkrise auf Lanzarote: Canal Gestión fordert rechtliche Klärung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

27 Mai, 2026

Die Wasserkrise auf Lanzarote spitzt sich zu. Canal Gestión Lanzarote, das Unternehmen, das für die Wasserversorgung der Insel zuständig ist, hat den Consejo Consultivo de Canarias aufgefordert, alle relevanten Informationen zum Konflikt über den Wasservertrag zu prüfen. Dies geschieht im Zuge eines offiziellen Verfahrens des Consorcio del Agua de Lanzarote, das die Auflösung des Managementvertrags für den Wasserkreislauf auf der Insel einleiten möchte. Der Consorcio, ein Zusammenschluss von Cabildo und den sieben Gemeinden der Insel, begründet diesen Schritt mit angeblichen Vertragsverletzungen seitens Canal Gestión.

Die Situation ist angespannt. Canal Gestión hat seinerseits ein Schreiben an den Consorcio gerichtet, in dem das Unternehmen die Verantwortung für die Schwierigkeiten auf die öffentliche Institution schiebt. Es sei von „schweren und wiederholten Verletzungen“ seitens des Consorcios die Rede. Das Unternehmen argumentiert, dass der Consejo Consultivo keine fundierte Bewertung abgeben könne, ohne beide Perspektiven zu berücksichtigen. Daher fordert Canal Gestión, dass alle von ihnen vorgelegten Dokumente ebenfalls an das Gremium weitergeleitet werden, um den tatsächlichen Ursprung des Konflikts zu klären.

Zusätzlich zu den administrativen Auseinandersetzungen gibt es auch praktische Auswirkungen auf die Bevölkerung. In den letzten Wochen kam es in der Region zu Wasserunterbrechungen, die die Lebensqualität der Anwohner erheblich beeinträchtigten. Canal Gestión hat darauf reagiert und technische Details zur jüngsten Panne in der Entsalzungsanlage Lanzarote V bereitgestellt. Diese Anlage, die 2014 vom kanarischen Gobierno errichtet wurde, gehört dem Consorcio und nicht dem Wasserunternehmen. Canal Gestión betont, dass sie sofortige Maßnahmen ergriffen haben, um den Betrieb der Anlage wiederherzustellen, und dass die Probleme nicht allein auf diese Panne zurückzuführen sind.

Laut Canal Gestión trugen auch Schwierigkeiten mit einer mobilen Entsalzungsanlage, die direkt vom Consorcio betrieben wird, zur Verschärfung der Situation bei. Diese Anlage war zum Zeitpunkt der Mitteilung des Unternehmens noch nicht wieder betriebsbereit. Der Streit zwischen Canal Gestión und dem Consorcio dreht sich zudem um die Wartung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur. Canal Gestión wehrt sich gegen die Vorwürfe und versichert, die vertraglichen Wartungspflichten erfüllt zu haben. Unabhängige Audits hätten die ordnungsgemäße Wartung der Anlagen belegt.

In den mehr als dreizehn Jahren der Dienstleistung habe der Consorcio keine Bußgelder wegen angeblicher Wartungsfehler verhängt. Canal Gestión hebt hervor, dass sie auch Verbesserungen an anderen wichtigen Infrastrukturen des insularen Wassersystems vorgenommen haben, wie bei den Anlagen Lanzarote IV und III. Zudem weist das Unternehmen auf die bestehenden Investitionsdefizite in der Wasserwirtschaft auf der Insel hin. Die Verantwortung für diese Infrastruktur liege beim Consorcio, das wiederholt angekündigte Projekte zur Erweiterung und Verbesserung, darunter eine Investition von 9,5 Millionen Euro für die Entsalzungsanlagen von Díaz Rijo, noch nicht umgesetzt habe.

Trotz der Herausforderungen bekräftigt Canal Gestión sein Engagement, sowohl in technischer als auch in rechtlicher Hinsicht für seine Position einzutreten. Die nächsten Schritte im Konflikt sind ungewiss, aber die Auswirkungen auf die Wasserversorgung der Insel werden die Bevölkerung und Touristen weiterhin betreffen.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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