Die Kanarischen Inseln setzen auf eine nachhaltige Energiezukunft. Während des vierten Forums für erneuerbare Energien in Las Palmas betonte die Vizepräsidentin für ökologische Transformation, Julieta Schallenberg, die Fortschritte des Archipels in Richtung eines umweltfreundlicheren Energiemodells. Schallenberg erklärte, dass die Reform des Klimaschutzgesetzes und die Einrichtung von Zonen für erneuerbare Energien (ZAR) entscheidende Schritte in der Entkarbonisierung der Inseln darstellen.
Im Rahmen des Forums, das im Elder Museum in Las Palmas und dem Messegelände in Santa Cruz de Tenerife stattfindet, diskutieren Fachleute über Themen wie Eigenverbrauch, Flächennutzung und agrovoltaische Projekte. Schallenberg wies darauf hin, dass diese Veränderungen nicht nur für den Umweltschutz wichtig sind, sondern auch direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Bürger haben. Firmen können schneller Solaranlagen installieren, und Landwirte finden neue Partnerschaften im Bereich nachhaltiger Energie.
Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Änderung des kanarischen Klimaschutzgesetzes, die den Eigenverbrauch fördert und die Installation von Solarpanels auf Dächern und in umgestalteten Flächen vereinfacht. Insgesamt hat die kanarische Regierung mehr als 100 Millionen Euro in spezifische Programme investiert, um die Nutzung von Solarenergie zu stärken. Dies schließt auch agrovoltaische Initiativen ein, die es ermöglichen, erneuerbare Energieerzeugung und landwirtschaftliche Tätigkeiten auf denselben Flächen zu kombinieren.
Die ZAR spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung dieser Pläne. Sie dienen als verbindendes Element zwischen verschiedenen Akteuren und sind bereits mit mehreren Inselregierungen abgestimmt. Schallenberg betonte, dass die Deskarbonisierung der Kanaren eine sorgfältige Planung erfordert, um ein robustes und nachhaltiges Energiesystem zu gewährleisten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Regierung liegt auf der Speicherung von Energie, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu optimieren. Dazu gehören Projekte wie die Pumpenspeicherkraftwerke in Gran Canaria und Tenerife sowie die Untersuchung weiterer Möglichkeiten in La Palma. Die Vizepräsidentin hob auch die Notwendigkeit der Offshore-Windenergie hervor, um die begrenzten Möglichkeiten an Land zu kompensieren. Der kanarische Staat hat bereits eine eigene Ausschreibung für diese Technologie beantragt.
Zusätzlich wurden die „Büros für Energie der Kanaren“ (OEC) ins Leben gerufen, um sowohl Bürger als auch Unternehmen in Bezug auf Fördermittel und Subventionen für erneuerbare Energien zu beraten. Diese Büros werden während des Forums präsent sein und Unterstützung für die Antragstellung von Subventionen aus den Next Generation Fonds bieten.
Die Initiativen und Strategien der kanarischen Regierung zeigen, dass die Inseln auf einem guten Weg sind, ihre energetische Unabhängigkeit zu fördern und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um diese Ziele zu erreichen und die Lebensqualität der Bewohner und Besucher der Kanarischen Inseln zu verbessern.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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