Die politische Partei Nueva Canarias-Bloque Canarista (NC-BC) hat am Montag darauf hingewiesen, dass die kanarische Regierung möglicherweise bis zu 500 Millionen Euro aus den europäischen Mitteln des Mechanismus für Wiederaufbau und Resilienz zurückzahlen muss. Dies entspricht dem Dreifachen der von der Regierung geschätzten Rückzahlungsbeträge. Esther González, die wirtschaftliche Sprecherin der Partei im Parlament, kritisierte die Informationspolitik der Regierung unter Fernando Clavijo (CC) und bezeichnete die offiziellen Zahlen als irreführend.
Laut den von González angeführten Daten hat die Regierung insgesamt 1.727 Millionen Euro erhalten, von denen 944,38 Millionen Euro als ausgeführt gelten. Bislang wurden jedoch bereits 54,7 Millionen Euro zurückgezahlt. Für das Jahr 2026 wird eine zusätzliche Ausführung von 578 Millionen Euro und Rückzahlungen in Höhe von 149,9 Millionen Euro bis zum 31. August dieses Jahres erwartet, was das Ende der Frist für die Verwaltung dieser Mittel markiert.
González stellte die Richtigkeit dieser Zahlen in Frage und betonte, dass viele der als ausgeführt geltenden Mittel noch nicht von den Empfängern gerechtfertigt wurden. Sie warnte, dass dies zu weiteren Rückzahlungen führen könnte. Ihrer Meinung nach sei die Darstellung der Regierung irreführend, da sie die Begriffe Ausführung und Rechtfertigung vermische, was die tatsächliche Situation verzerrt.
Die Abgeordnete äußerte zudem Zweifel an der Prognose der Rückzahlungen für 2026 und bezeichnete die Schätzung von 149,9 Millionen Euro als unrealistisch. Ihrer Einschätzung nach könnten die Rückzahlungen erheblich höher ausfallen, und die tatsächliche Rückzahlungsforderung könnte bis zu 500 Millionen Euro betragen. González kritisierte auch die unrealistische Prognose für die Ausführung im Jahr 2026, die über 578 Millionen Euro liegt, und wies darauf hin, dass im Jahr 2023 lediglich 307 Millionen Euro ausgeführt wurden.
Quelle: el diario canarias ahora
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