Fall Mascarillas: Kanarische Kommission öffnet Enquête-Phase – Politik (Politiker)

Fall Mascarillas: Kanarische Kommission öffnet Enquête-Phase

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

31 Mai, 2026

Die Untersuchungskommission des kanarischen Parlaments über die umstrittene Beschaffung von Schutzausrüstung während der COVID-19-Pandemie hat einen entscheidenden Schritt unternommen. Am Donnerstag gab die Kommission bekannt, dass sie den bereits genehmigten Bericht an die politischen Gruppen weiterleitet und die Frist für Änderungsanträge eröffnet. Die Parteien haben nun zehn Tage Zeit, um ihre Vorschläge einzureichen, wobei die Frist am 11. Juni endet.

Nach Ablauf dieser Frist wird die Kommission am 12. Juni erneut zusammentreten, um die eingegangenen Änderungsanträge zu überprüfen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Dokument in die finale Phase übergehen. Der Bericht soll dann dem Plenum des Parlaments vorgelegt werden, was voraussichtlich Ende Juni oder im Juli erfolgen wird.

Im März hatte die Kommission bereits den Termin für die Erstellung des Berichts verlängert, was die vierte derartige Verlängerung darstellt. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um den politischen Gruppen mehr Zeit für die Erstellung des Berichts und die Analyse der Lösungsvorschläge zu geben. Der Fall ist besonders brisant, da es um einen Vertrag über vier Millionen Euro geht, den der Servicio Canario de Salud (SCS) im Jahr 2020 an die Firma RR7 vergab. Diese sollte eine Million FFP3-Masken liefern, die jedoch nie geliefert wurden.

Der Geschäftsführer von RR7, Rayco Rubén González, steht im Verdacht, in eine Reihe von Straftaten verwickelt zu sein, darunter schwerer Betrug und Geldwäsche. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass González den Vertrag durch persönliche Verbindungen zu Conrado Domínguez, dem ehemaligen Direktor des SCS, erhalten hat. Domínguez selbst wird ebenfalls untersucht, und zwar wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Einflussnahme.

Die europäische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, da die Möglichkeit besteht, dass EU-Fonds in diesem Fall missbraucht wurden. Auch Ana María Pérez, die ehemalige Direktorin für wirtschaftliche Ressourcen, wird wegen Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit dem Beschaffungsprozess untersucht. Diese Entwicklungen werfen ein grelles Licht auf die Praktiken der Gesundheitsbehörden auf den Kanarischen Inseln während einer Krisensituation.

Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren, ob Einheimische oder Urlauber, ist es wichtig, die Entwicklungen rund um diesen Skandal zu verfolgen. Die Ergebnisse der Untersuchung könnten nicht nur rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten haben, sondern auch das Vertrauen in die öffentlichen Institutionen der Region beeinträchtigen. Die bevorstehenden politischen Entscheidungen und die Diskussionen im Parlament könnten weitreichende Folgen für die Gesundheitsversorgung und die öffentliche Verwaltung auf den Kanaren haben.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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