Im Jahr 2026 sind auf den Kanarischen Inseln bereits 28 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Dies entspricht einem alarmierenden Trend, der insbesondere verletzliche Verkehrsteilnehmer betrifft. Laut der Asociación Internacional de Profesionales para la Seguridad Vial (AIPSEV) sind mehr als die Hälfte der Verstorbenen aus diesen besonders gefährdeten Gruppen. Unter den Opfern befinden sich zehn Motorradfahrer, zwei Radfahrer und sieben Fußgänger.
Die Verteilung der Todesfälle zeigt, dass die meisten tragischen Ereignisse in der Inselgruppe aufgetreten sind. 15 der 28 Verstorbenen stammen aus Teneriffa, 11 aus Gran Canaria, während jeweils ein Todesfall in Fuerteventura und La Gomera zu verzeichnen ist. Diese Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, die die Verkehrssicherheit auf den Kanaren mit sich bringt, besonders für die schwächeren Verkehrsteilnehmer.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Anzahl der Motorradfahrer, die in diesem Jahr ums Leben kamen, mit zehn deutlich niedriger ist als im Vorjahr. 2025 war als „tremendamente trágico“ in die Geschichte eingegangen, da im gleichen Zeitraum bereits 18 Motorradfahrer starben. Diese Entwicklung könnte auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und Sensibilisierungsaktionen zurückzuführen sein, die in den letzten Jahren implementiert wurden.
Die Zahl der Verletzten beläuft sich in diesem Jahr auf insgesamt 483 Personen, darunter 165 aus den verletzlichen Gruppen. Diese umfassen 95 Motorradfahrer, 50 Fußgänger und 20 Radfahrer. Der Mai erwies sich als besonders tragisch: In diesem Monat starben sechs Menschen, alle aus den vulnerablen Gruppen. Darunter sind vier Motorradfahrer, ein Fußgänger und ein Radfahrer. Die Anzahl der Verletzten in diesem Monat überstieg die Hundertmarke, was die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit unterstreicht.
Auf nationaler Ebene zeigt sich ein ähnliches Bild. Laut Daten der Dirección General de Tráfico (DGT) starben in Spanien in diesem Jahr bisher 360 Personen auf interurbanen Straßen. Dies sind 69 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Mai war mit 91 Todesfällen der schlimmste Monat, wobei besonders 43 verletzliche Verkehrsteilnehmer, darunter 32 Motorradfahrer und sieben Fußgänger, ihr Leben verloren.
Die aktuellen Statistiken erfordern ein Umdenken in der Verkehrspolitik der Kanarischen Inseln. Die Behörden sind gefordert, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen, insbesondere für die verletzlichen Gruppen. Für Urlauber, Auswanderer und Einheimische auf den Kanaren bedeutet dies, dass ein erhöhtes Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr notwendig ist. Das Tragen von Helmen, das Beachten von Verkehrsregeln und das Fahren defensiv sind essentielle Maßnahmen, um das Risiko von Unfällen zu minimieren.
Quelle: eldiario.es
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